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Sicherer Radeln zwischen den Dörfern

Neuruppin Sicherer Radeln zwischen den Dörfern

Die Fontanestadt will noch in diesem Jahr einen neuen Radweg nach Wulkow bauen und eine gefährliche Kurve entschärfen. 710 000 Euro stehen dafür bereit. Die waren eigentlich für ein anderes Vorhaben eingeplant, bei dem es allerdings einige Probleme gibt.

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Seit vielen Jahren drängt der Ortsbeirat von Wuthenow darauf, dass die Kurve nach Gnewikow für Radfahrer sicherer werden muss.

Quelle: Reyk Grunow

Neuruppin. Die Fontanestadt Neuruppin wird noch in diesem Jahr weitere 710 000 Euro ausgeben, um das Radwegenetz in den Ortsteilen zu verbessern. Geplant sind zwei Vorhaben: Zum einen soll endlich der schon lange diskutierte neue Fahrradweg zwischen Nietwerder und Wulkow gebaut werden. Zum anderen will die Stadtverwaltung endlich die gefährliche Kurve am Ortsausgang von Wuthenow in Richtung Gnewikow entschärfen.

Für beide Vorhaben hat der Hauptausschuss am Montagabend grünes Licht gegeben. Alles andere wäre auch verwunderlich gewesen. Die Ortsvorsteher hatten sich in ihrer regelmäßigen Beratung vorab auf diese beiden Projekte verständigt, als klar war, dass überraschend noch in diesem Jahr Geld zur Verfügung stehen würde.

Eigentlich sollte der Uferwanderweg weitergebaut werden

Die 710 000 Euro, die die Stadt nun für die Radwege ausgeben will, waren ursprünglich für den Weiterbau des Uferwanderweges im Seetorviertel geplant. Auch dort will Neuruppin seit Jahren investieren. Der nächste Abschnitt des Wanderwegs von der Therme bis zum Bahndamm musste aber mehrfach verschoben werden, weil das Geld fehlte.

Jetzt steht im Prinzip Geld zur Verfügung: Neuruppin hatte das Vorhaben 2015 als eine der wesentlichen Investitionen im sogenannten Stadt-Umland-Wettbewerb angemeldet. Diesen Wettbewerb hatte das Land gestartet, um herauszufinden, welche Gemeinden in den kommenden Jahren Fördermittel der EU erhalten sollen. Neuruppin war ganz vorn mit dabei. Bis zu 80 Prozwent Zuschuss aus dem EU-Topf hat die Stadt deshalb in Aussicht.

EU-weite Ausschreibung muss wiederholt werden

Doch offenbar ist bei der Vorbereitung im Rathaus einiges schief gegangen. Der Auftrag war schon einmal ausgeschrieben worden, allerdings nicht so, wie die EU es vorschreibt. Neuruppin muss diese Ausschreibung deshalb wiederholen – europaweit. Dass die Uferpromenade noch in diesem Jahr weitergebaut werden kann, ist nicht mehr zu erwarten, heißt es nun.

Das Geld, das die Stadt dafür in diesem Jahr vorgesehen hatte, könnte Neuruppin deshalb für ein anderes Projekt ausgeben. Auch der Ausbau des Radwegenetzes steht auf der Stadt-Umland-Projektliste. Auch dafür kann Neuruppin deshalb bis zu 80 Prozent Fördermittel erwarten.

Für den Radweg von Nietwerder nach Wulkow hat die Stadtverwaltung rund 572 000 Euro veranschlagt. Baudezernent Arne Krohn hofft, dass zumindest für den Kauf von Grundstücken kein Geld ausgegeben werden muss. „Es gibt ja bereits einen Weg, und ich gehe davon aus, dass der öffentlich gewidmet ist“, sagte er am Montagabend, schränkte aber gleich ein, dass das noch nicht sicher sei.

Kurve am Wuthenower Bahnübergang

Schwieriger könnte das in der Kurve am Wuthenower Bahnübergang werden. Als vor Jahren ein neuer Radweg von Wuthenow nach Gnewikow gebaut wurde, hat die Stadt diese Kurve ausgespart, weil ihr die angrenzenden Flächen nicht gehören. Radler müssen dort auf der Straße fahren, die eng ist. Viele Gäste aus dem Jugenddorf benutzen die unübersichtliche Stelle. „Es war ein Fehler, dass man diese Kurve damals nicht gleich mit ausgebaut hat“, sagt Karwes Ortsvorsteher Siegfried Pieper. Das müsse so schnell wie möglich korrigiert werden.

Die Stadt muss für beide Vorhaben rund 142 000 Euro aus der eigenen Kasse zahlen. Dieses Geld soll aus dem Budget der Ortsteile kommen. Die werden im Gegenzug in den kommenden Jahren kein oder weniger Geld bekommen.

Von Reyk Grunow

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