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Ostprignitz-Ruppin Sieben Millionen Euro für die Gentzschule
Lokales Ostprignitz-Ruppin Sieben Millionen Euro für die Gentzschule
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00:17 21.10.2016
Schon 2014 wurde der neue barrierefreie Schulhof fertiggestellt. Gebäude und die Turnhalle sind weiter in miserablem Zustand. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Rund sieben Millionen Euro will die Stadt Neuruppin in den kommenden Jahren in die Wilhelm-Gentz-Grundschule investieren. Mit diesem Geld soll das Schulhaus komplett umgebaut und saniert werden und es kann auf dem Gelände der Schule an der Gerhart-Hauptmann-Straße eine völlig neue Turnhalle entstehen. Die alte Halle ist derart heruntergekommen und marode, dass sich die Stadtverwaltung entschlossen hat, sie abzureißen und durch einen modernen Neubau zu ersetzen.

Die Gentzschule ist eine der beiden letzten städtischen Grundschulen, die noch nicht rundum saniert wurden. Die Stadt hat zwar in den vergangenen Jahren immer mal ein paar zehntausend Euro für kleine Bauvorhaben ausgegeben, etwa für den Austausch von Fenstern. Doch eigentlich brauchte das Schulhaus aus DDR-Zeiten dringend eine Radikal-Kur. Für die reichte bisher allerdings das Geld nicht.

Der Schulhof ist barrierefrei, das Schulhaus ist es nicht

Die Schule beteiligt sich am landesweiten Modellvorhaben zur Inklusion, also dem gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Lernschwierigkeiten und Behinderungen. Das Land stellte deshalb schon vor Jahren mehr als eine Million Euro Fördermittel bereit, um den Schulhof barrierefrei umzubauen. Im Mai 2014 konnte der neue, moderne Schulhof übergeben werden. Nur das Schulhaus selbst und die Tunhalle sind nach wie vor in miserablem Zustand.

Das soll sich in den nächsten drei Jahren ändern – deutlich schneller als es bisher hieß. Lange hatte die Stadtverwaltung eine langsame Sanierung favorisiert: Das Bauvorhaben sollte über viele Jahre gestreckt werden. Pro Jahr stehen im Neuruppiner Stadthaushalt bis 2020 rund sechs Millionen Euro für Investitionen zur Verfügung. Die Komplettsanierung einer so großen Schule würde einen Großteil dieses Geldes auffressen, fürchteten Verwaltung und Stadtverordnete noch vor Kurzem; es bliebe kaum noch etwas für andere, ebenso dringende Investitionen übrig.

Neuruppin müsste nur einen Teil der Kosten zahlen

Inzwischen geht die Verwaltung aber davon aus, dass sie selbst für die Sanierung der Schule sehr viel weniger bezahlen muss: insgesamt lediglich knapp 1,7 Millionnen Euro. Die restlichen 5,4 Millionen sollen vom Land kommen. Die Fontanestadt hatte die Gentzschule als eines ihrer wichtigsten Vorhaben im sogenannten Stadt-Umland-Wettbewerb des Landes angemeldet. Neuruppin, seine Nachbargemeinden und Partner hatten 2015 das Land mit ihrem Konzept überzeugt und den Zuschlag für Fördermittel bis 2020 bekommen.

„Wir haben uns entschieden, die Schule doch in einem Stück zu sanieren“, sagt Bürgermeister Jens-Peter Golde. Ein grobes Konzept gibt es bereits. 2017 soll die Planung dann verfeinert werden. Wann genau der eigentliche Bau beginnen kann, ist noch unklar. „Frühestens 2018“, sagt Neuruppins Sozialdezernent Thomas Fengler aber schon. Bis 2020 soll die Schule rundum saniert sein, auch die neue Turnhalle muss stehen.

Natürlich wird das Schulhaus barrierefrei umgebaut, es bekommt auch einen Fahrstuhl. Für eine Erweiterung des Schulhortes dort sieht Thomas Fengler aber keinen Grund. Die Kreisverwaltung schlägt das in ihrem aktuellen Entwurf des Kita-Bedarfsplanes vor. Darin heißt es, dass Neuruppin in den kommenden Jahren etwa 200 weitere Kita-Plätze braucht – vor allem im Schulhort. Im Rathaus sorgt das für Verwunderung. „Wir können diese Zahlen überhaupt nicht nachvollziehen“, sagt Fengler. Für einen Ausbau des Schulhortes in der Gentzschule sieht er keinen Grund.

Von Reyk Grunow

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