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Sieben Schweine für die Kirche

19. Wildschweinfest in Langen Sieben Schweine für die Kirche

„Schwein oder nicht Schwein“ – diese Frage stellte sich am Sonnabend in Langen wohl kaum einer. Denn immerhin geht es beim Wildschweinfest – es war das 19. in Folge, das der Förderverein der Stülerkirche ausrichtete – gerade darum, viel davon zu konsumieren. Der Erlös fließt in die Renovierung des Altarraumes.

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Begehrte Leckerei: Am Wildschweinstand riss die Schlange so schnell nicht ab.

Quelle: Regine Buddeke

Langen. „Schwein gehabt“ wäre eine glatte Untertreibung. Alles in allem waren es sieben Exemplare, die am Spieß rotierten, dampfend aus dem Backofen der Bäckerei Arndt in Wustrau kamen oder ihren Platz schon vorab im Wildgulasch fanden. Ganz vertilgt wurden sie zwar nicht – dem trieseligen Wetter geschuldet fanden sich in diesem Jahr statt der üblichen 600 nur etwa 500 Gäste in Friedrich Webers Scheune ein. Dennoch kam einiges an Einnahmen zusammen – Weber rechnet mit ungefähr 3500 Euro, die für die Sanierung des Altarraumes der Stülerkirche bestimmt sind.

Schon um 14 Uhr begann das Fest mit einem Konzert in der Kirche, vor deren Toren im Anschluss Kaffee und Kuchen warteten und zum Plaudern einluden. Die Frauen aus Langen haben tüchtig gebacken. Den Hunger auf Deftiges konnte man dann in der Weber-Scheune stillen. Gerhard Rolfes reist seit vielen Jahren extra aus Cloppenburg in das Dorf zwischen Neuruppin und Fehrbellin, um als „Chef de cuisine“ das Grillen und Zerlegen der Tiere zu überwachen. „Fünf, sechs Stunden braucht so ein Tier zum Garwerden“, weiß der Mann, der eigentlich von Beruf Büchsenmacher ist. Inzwischen wird es laut auf dem Hof: Sechs getunte Motorräder rollen laut knatternd ein. „Stammgäste“, sagt Friedrich Weber und eilt zur Begrüßung der Berliner Biker, die ihre Sommerausfahrt alljährlich auf dem Weber-Hof beim Wildschweinfest beenden. Die Schlange am Wildstand wird immer länger. In der Scheune hat inzwischen Joachim Mahler seine Gitarre umgeschnallt. Der Neuruppiner ist der Letzte der ehemals fünf „Grahonas“ – seit 1967 steht er auf der Bühne. „Eine Legende“, sagt DJ Freese, der später noch dem Saal einheizen wird. Zuvor haben die Fehrbelliner „Crazytaps“ ihren Auftritt. Die Tanzmäuse – die jüngste ist erst drei Jahre alt – rocken und steppen eine halbe Stunde lang die Bühne – sehr zur Begeisterung der Gäste.

Getanzt wird später auch weiterhin – „mit DJ Freese geht doch immer die Post ab“, sagt Friedrich Weber. Ab 21 Uhr ist die Scheune dann auch krachend voll. „Der Trend scheint mehr zum Partymachen als zum Wildschweinessen zu gehen“, sagt Weber hinterher. „Aber wir hatten auch mehr Schweine als in den Vorjahren.“ Dennoch ist er zufrieden. Auch dass am Ende – gegen 2 Uhr nachts – alle brav nach Hause gingen. „Wir mussten keine körperliche Gewalt anwenden.“

Von Regine Buddeke

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