Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Sieversdorf hat noch einiges vor
Lokales Ostprignitz-Ruppin Sieversdorf hat noch einiges vor
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:17 25.10.2015
Unklar ist, wie es mit der Jäglitzbrücke weitergehen soll. Quelle: Beckmann
Anzeige
Sieversdorf

Es soll sich im nächsten Jahr wieder etwas tun in Sieversdorf-Hohenofen, und das, obwohl Bürgermeister Hermann Haacke in Sachen Gemeindehaushalt schätzt: „Wir tappen noch ziemlich im Dunkeln.“ So lange das Amt Neustadt seinen Haushalt nicht aufgestellt hat, wisse man nicht, was für eigene Vorhaben übrig bleibt.

Trotzdem verständigten sich die Gemeindevertreter am Mittwoch schon auf wichtige Vorhaben. „Unsere Priorität liegt in erster Linie auf der Verlegung unseres Spielplatzes“, fasst der Bürgermeister zusammen. Sieversdorf verfügt seit Jahren über eine solche Einrichtung, jedoch hat sich der Standort nahe der Bundesstraße als wenig beliebt erwiesen. ­Diskutiert wurde die Idee, den Spielplatz an die Kirche zu verlegen und dort gleich so etwas wie einen Treffpunkt für alle zu schaffen. „Da hat sich inzwischen was getan“, berichtet Hermann Haacke. „Das Amt, die Gemeinde und die Kirchengemeinde haben zusammengesessen.“ Letztere habe sich offiziell bereit erklärt, das Gelände zur Verfügung zu stellen. „Das kann durchaus mal erwähnt werden, dass die Zusammenarbeit zwischen der Kommune und der Kirche bei uns wirklich gut läuft“, findet der Bürgermeister.

Im kommenden Jahr will man das Vorhaben also angehen, auch wenn die Finanzierung noch nicht bis ins Detail geklärt ist. Fest steht, dass die Gemeinde auf möglichst viel Eigenleistung der Sieversdorfer setzt. Schließlich muss der alte Spielplatz auch demontiert werden. „Eventuell könnten ja Bürger anstelle des Frühjahrsputzes dafür aktiv werden“, spekuliert Haacke.

Die Ideen reichen schon weiter: Warum nicht neben Spielgeräten für Kinder auch Fitnessgeräte für Erwachsene installieren? Das wird sich sicherlich noch nicht nächstes Jahr verwirklichen lassen. Der Bürgermeister kündigt kleine Schritte an: „Die Kinder sind erst mal das Wichtigste. Das andere kommt zu gegebener Zeit.“

Brücke muss dringend saniert werden

Viel Zeit bleibt an einer anderen Stelle nicht mehr: an der Brücke über die Alte Jäglitz zwischen Sieversdorf und Neu Roddahn. Das Bauwerk gilt als dringend sanierungsbedürftig. In Sieversdorf hofft man, dass es bald zu Absprachen mit der Stadt Neustadt kommt, mit der man sich die Brücke sozusagen teilt. „Wir müssen erst mal klären, was wir uns leisten können“, sagt Hermann Haacke. Doch bisher habe sich in dieser Richtung nur wenig getan. Dabei fordert der Sieversdorfer Bürgermeister eine schnelle Einigung zumindest über vorläufige Reparaturen. In ihrem jetzigen Zustand stelle die Brücke gerade für Zweiradfahrer eine Gefahr dar. Tiefe Spalten klaffen zwischen den einzelnen Bohlen des Fahrbahnbelages.

Grundsätzlich gilt die Sieversdorfer Haushaltslage als erträglich. „Unsere Kredite fahren wir in den nächsten Jahren auf Null“, kündigt der Bürgermeister an. Vor allem vom Wegebau her bestünden derzeit noch finanzielle Verpflichtungen. „Aber wir sind eigentlich gut aufgestellt.“ Und: „Es bewegt sich eine Menge bei uns im Ort. Das kann ja nicht verkehrt sein.“

Am Rande der Gemeindevertretersitzung wurde am Mittwoch übrigens darüber informiert, dass der Landkreis vorerst offenbar davon Abstand nimmt, das Sieversdorfer Bürger- und Vereinshaus zur Unterbringung von Flüchtlingen zu nutzen. Zwar sei das Haus auf seine Eignung überprüft worden, jedoch schätze man den Aufwand derzeit als zu hoch ein.

Von Alexander Beckmann

Ostprignitz-Ruppin Ostprignitz-Ruppin: Polizeibericht vom 22. Oktober - Streit eskaliert: Mann schlägt Frau ins Gesicht

Der Streit eines betrunkenen Paares ist am Mittwochabend in Neuruppin eskaliert: Dabei soll der 56-jährige Mann die 51-jährige Frau mehrmals ins Gesicht geschlagen und sie mit einem Aschenbecher beworfen haben.

22.10.2015

Um geflüchteten Frauen eine Möglichkeit zum sozialen Austausch zu bieten, haben Galina Güthenke und Karin Hopfmann im Juni eine Sportgruppe ins Leben gerufen. Mittlerweile treffen sich die Teilnehmerinnen aus Tschetschenien, Afghanistan und der Ukraine regelmäßig – vor allem zum Kochen. Sie würden gerne deutsche Frauen willkommen heißen.

25.10.2015

Neue Musik schlägt sich immer mit Vorurteilen herum. Der Komponist Hans-Karsten Raecke kennt diese nur zu gut. Dennoch eröffnet er in Kürze seine Musikbrennerei in Rheinsberg. Über sich und seine Musik sprach er am Mittwochabend beim „Treffpunkt Amtsstube“ in der Musikakademie. Die Zuhörer staunten über seine selbst gebauten Instrumente.

25.10.2015
Anzeige