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Ostprignitz-Ruppin Eine Frau für drei Posten
Lokales Ostprignitz-Ruppin Eine Frau für drei Posten
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12:22 04.06.2014
Die neue Chefin: Simone Heiland-Bohnsack. Quelle: Andreas Vogel
Neuruppin

Simone Heiland-Bohnsack hätte sich schon längst eine Arbeit im Havelland suchen können. Beispielsweise in Falkensee. Dort wohnt die 50-Jährige. Doch sie pendelt seit 1989 zur Arbeit ins Ruppiner Land - und seit Montag hat sie nun gleich drei Posten in Neuruppin: Sie ist Nachfolgerin von Matthias Rott, der mit 66 Jahren in den Ruhestand ging, und damit Amtstierärztin sowie Leiterin des Amtes für Verbraucherschutz und Landwirtschaft. Zudem bleibt die Falkenseerin wie bisher Sachgebietsleiterin.

Angst vor den neuen Aufgaben hat die Mutter einer 24-jährigen Tochter dennoch nicht. "Ich habe auch schon früher Herrn Rott vertreten, wenn er im Urlaub war." Eher klingt etwas Wehmut in ihren Worten: Denn sie wird nun wohl länger als bisher in ihrem Büro zu tun haben und nicht mehr so oft rausfahren können, um einige der etwa 8000 Betriebe im Landkreis, in denen Tiere gehalten oder Lebensmittel produziert werden, zu kontrollieren. Das hat die Tierärztin, die an der Berliner Humboldt-Universität Veterinärmedizin studierte, gern gemacht. "Ich war nie so sehr ein Schreibtisch-Mensch", sagt Simone Heiland-Bohnsack.

Ein Amt, viele Aufgaben

29 Mitarbeiter sind beim Amt für Verbraucherschutz und Landwirtschaft in Neuruppin beschäftigt.
Zu den Aufgaben gehören unter anderem die Fleischhygiene, die Lebensmittelkontrolle und die Lebensmittelüberwachung, die Agrarförderung sowie die Futtermittel- und die Tierarzneimittelüberwachung. Die Jagdbehörde gehört auch zum Amt.

Sie kommt aus einer Fleischerfamilie und wurde in Borna bei Leipzig geboren. Bis zu ihrem fünften Lebensjahr wohnte sie abwechselnd bei ihren Großeltern. "Mein Vater hat noch studiert und wir hatten keine eigene Wohnung." Dann folgte der Umzug nach Falkensee. Dort ist Simone Heiland groß geworden, zur Schule gegangen und hat eine Berufsausbildung mit Abitur zum Fleischer gemacht. "Ich dachte, das wäre gut als Vorbereitung für die Veterinärmedizin." Denn Medizin und Tiere - dafür hat sie sich damals schon interessiert. Nach der sogenannten einjährigen Pflichtassistenz nach dem Studium, bei der sie auch in den Schlachthöfen Potsdam und Falkensee sowie in der Milchviehanlage in Paulinenaue arbeitete, kam sie zum Schlachthof Neuruppin. Der hatte zwar keinen so guten Ruf, erinnert sich Simone Heiland. Aber sie wollte im damaligen Bezirk Potsdam bleiben. Deshalb sagte sie zu.

Fortan unterstand sie dem tierärztlichen Hygienedienst. Als ab 1993 in Hakenberg ein EU-gerechter Rinderschlachtbetrieb aufgebaut wurde, wechselte sie dorthin und übernahm die Fleischuntersuchungen. Sie verabschiedete sich sogar aus ihrer Festanstellung, um weiter in Hakenberg arbeiten zu können. "Ich fand das Umfeld sehr schön." Knapp zehn Jahre war sie in Hakenberg als amtliche Tierärztin ohne volle Stelle. Sie wurde nach Anzahl der Proben oder der geschlachteten Rinder bezahlt. Für Simone Heiland war das in Ordnung. Sie hatte dadurch mehr Zeit für ihre Tochter.

Erst 2003 bewarb sich die leidenschaftliche Skifahrerin wieder auf eine volle Stelle in Neuruppin. Das Havelland hat sie nicht gereizt, obwohl dort mehrfach Stellen ausgeschrieben waren. "Ich habe das nicht mal probiert", sagt Simone Heiland-Bohnsack. Sie schätzt das "tolle Arbeitsklima" in Neuruppin. "Und ich kenne hier die Betriebe."

Von Andreas Vogel

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