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Singend für die gute Sache

Kyritz Singend für die gute Sache

Auch bei der 60. Auflage des Dreikönigssingens gehen Kinder der Kyritzer katholischen Heilig-Geist-Gemeinde derzeit von Haus zu Haus. Was die Sammelaktion der hiesigen Sternsinger dieses Mal gebracht hat, wird beim Gottesdienst am 7. Januar, dem Tag nach dem „Tag der Heiligen drei Könige“ also, in der Heilig-Geist-Kirche ausgewertet.

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Die Sternsinger vor wenigen Tagen bei ihrer Aussendung vor der Heilig-Geist-Kirche mit Pfarrer Markus Hahn (in rot), links daneben Gerda Rauhöft.

Quelle: Privat

Kyritz. Vielerorts tauchen derzeit wieder die markanten Kreidezeichen neu auf oder sie wurden aufgefrischt mit einer am Ende neuen Jahreszahl: „20*C+M+B+18“ heißt es jetzt, also Christus mansionem benedicat, sprich Christus segne dieses Haus. Der Stern steht für den Stern von Betlehem, die drei Kreuze versinnbildlichen den dreifaltigen Gott. Und dass das auch wieder im gesamten Altkreis Kyritz und im nördlichen Havelland rund um das kleine Städtchen Rhinow so ist, liegt an den vielen Kindern der Kyritzer katholischen Heilig-Geist-Gemeinde. Sie beteiligen sich an der nunmehr 60. Auflage des bundesweiten Dreikönigssingens des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ und des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend.

Sternsinger Kyritz

Sternsinger Kyritz

Quelle: Matthias Anke

„Unsere Kinder sind richtig fleißig bei der Sache“, freut sich beispielsweise Gerda Rauhöft. Die Kyritzerin begleitete als Erwachsene nur ein Team von mehreren, die in den Gewändern der Heiligen drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar (nicht zu verwechseln mit dem „CMB“) sowie als Sternträger durch die Region ziehen. Eine Gruppe war beispielsweise in Rehfeld und Berlitt unterwegs, eine andere in Gumtow, noch eine andere in Zernitz, Neustadt und Rhinow. Oft werden sie schon erwartet, denn der Empfang der Sternsinger und der Segen fürs Haus ist vielen eine wichtige Tradition. Beim Kyritzer Fotografenmeister Konstantin Normann schauten Helene, Julius und Maria Schick sowie Philipp Schneider schon singend vorbei – der das natürlich sogleich als Foto festhielt.

Helene, Julius und Maria Schick sowie Philipp Schneider im Geschäft des Kyritzer Fotografen Konstantin Normann

Helene, Julius und Maria Schick sowie Philipp Schneider im Geschäft des Kyritzer Fotografen Konstantin Normann.

Quelle: Konstantin Normann

Damit jeder seinen Bereich abläuft und sich nichts doppelt, muss alles koordiniert werden. Seit vielen Jahren macht das Franziska Kieper, die auch dieses Mal ihren jetzt schon acht Jahre alten Sohn Benedikt dabei hat. „Es sind mit 15 bis 20 Kindern und neun Begleitern zwar etwas weniger als früher, aber unsere sieben Touren lassen sich trotzdem noch immer gut bewältigen. Auch ist das Wetter dieses Mal in Ordnung. Ein bisschen Regen ist ja nicht so schlimm wie die Kälte von vor zwei Jahren, das war extrem“, erinnert sich die Kyritzerin: Im Januar 2016 hatten es die Sternsinger mit Temperaturen im zweistelligen Minusbereich zu tun.

Minister empfing die Kyritzer Sternsinger im Jahre 2016

Damals war der Höhepunkt für die Kyritzer die Fahrt nach Potsdam, wo sie von ­Bildungsminister Günter Baaske (SPD) empfangen wurden und die Dienstgebäude des Bildungs-, Jugend- und Sportministeriums segneten. Die im Jahr 2016 gesammelten Spenden galten notleidenden Kindern. Im Jahr 2017 ging es um den Klimawandel. In diesem Jahr nun steht bei der Aktion Dreikönigssingen das Thema Kinderarbeit im Mittelpunkt. Motto: „Gemeinsam gegen Kinderarbeit in Indien und weltweit.“

Die Sternsinger machen laut dem Kindermissionswerk „mit ihrem Einsatz darauf aufmerksam, dass weltweit 152 Millionen Kinder arbeiten. Geschätzt ein Drittel der arbeitenden Kinder zwischen fünf und 14 Jahren besucht keine Schule. Dabei sind gerade eine schulische Bildung und eine spätere Berufsausbildung entscheidend, um den Teufelskreis aus Armut und ausbeuterischer Arbeit durchbrechen zu können“.

Bundesweit wurden beim letzten Mal 47 Millionen Euro gesammelt

Dass am Ende wieder eine Menge Geld für die gute Sache steht, ist nahezu absehbar. Das Sammelergebnis aus dem Vorjahr belief sich auf bundesweit fast 47 Millionen Euro. Rund 300 000 Sternsinger waren dafür unterwegs, begleitet von etwa 90 000 Erwachsenen. Seit 1959 kamen so bereits etwa mehr als eine Milliarde Euro zusammen. Knapp 71 000 Projekte ließen sich damit unterstützen.

Populär ist die Aktion auch wegen der alljährlichen Besuche von Sternsingern bei den höchsten Politikern des Landes. Am Sonnabend, 6. Januar, empfängt einige der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Am Montag, 8. Januar, sind über 100 Sternsinger aus allen 27 deutschen Diözesen bei Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin.

Die Sammelaktion wird am 7. Januar in Kyritz ausgewertet

2017 waren allein in Kyritz gut 3800 Euro Spendengeld zusammengekommen. Was die Sammelaktion der hiesigen Sternsinger dieses Mal gebracht hat, wird beim Gottesdienst am Sonntag, 7. Januar, dem Tag nach dem „Tag der Heiligen drei Könige“ also, in der Heilig-Geist-Kirche in Kyritz ausgewertet. Und dann steht am Dienstag, 9. Januar, noch ein letzter Besuch an – um 14.30 Uhr bei der Bürgermeisterin im Kyritzer Rathaus.

Von Matthias Anke

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