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Ostprignitz-Ruppin Bänke im XXL-Format mit Kettensäge gebaut
Lokales Ostprignitz-Ruppin Bänke im XXL-Format mit Kettensäge gebaut
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00:26 01.04.2018
Mehr als einen Tag benötigt Ralf Kaiser für den Bau einer XXL-Sitzbank. Quelle: Wolfgang Hörmann
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Bantikow

Auf dem Freigelände am Bantikower Dorfgemeinschaftshaus schließt sich gerade ein Kreis. Wuchtige Stämme von Eschen, die über Jahrzehnte auf dem Gelände der Kindertagesstätte in Nackel wuchsen, dann aber wegen starken Totholzabwurfs gefällt werden mussten, werden am ehemaligen Kindergarten in Bantikow zu Sitzmöbeln verarbeitet.

Die frühere Tagesstätte mit der lustigen Ente am Giebel ist schon seit langem eine Begegnungsstätte. Zwischenzeitlich ganz schön runtergekommen, wurde sie gerade erst renoviert und um eine Bibliothek ergänzt. Das geschah hauptsächlich in Eigenleistungen. Die Initiative ergriffen hatte der „Frauenclub plus“. Das Plus will sagen, dass natürlich auch Männer in der Runde willkommen sind. Sie waren beim Fußboden verlegen, Malern und anderen handwerklichen Arbeiten sogar unentbehrlich – und sind es wieder, seit die Außenanlage an der Reihe ist.

Klaus Lenz gehörte am Mittwoch zu den Helfern des Mannes mit der Säge. Quelle: Wolfgang Hörmann

Der Plan sieht so aus: Um eine traditionelle Erdfeuerstelle sollen demnächst drei Bänke stehen. Die sind gerade in Arbeit. Mit der Kettensäge bringt Ralf Kaiser die in der Mitte aufgetrennten Stämme derart in Form, dass sie zum Verweilen taugen. Auch auf der Untersee-Insel, die in Sichtweite liegt, hat er vor längerem schon derartiges geschaffen.

In Bantikow halfen ihm am Mittwoch vor Ostern Klaus Lenz, Karsten Brumme und Ralf Münchberg. „Das Sägen und Entrinden kriege ich zwar alleine hin. Beim Rücken der Hölzer braucht es allerdings dann doch ein paar kräftige Hände zusätzlich“, sagt der Mann mit der Säge. Von ihm stammt auch die Idee, aus dem Stammholz mehr als Brennmaterial zu machen.

Das Handwerk in Ecuador gelernt

Ralf Kaiser hat mit seiner Familie einige Jahre in Ecuador gelebt und sich dort die praktischen Fähigkeiten zur Umsetzung angeeignet. „So was war in meiner früheren Heimat normal. Warum nicht auch hier?“, fragte sich der Zugezogene. Das mit den Bäumen klappte total unkompliziert.

Die Gemeindeverwaltung Wusterhausen, hier besonders Hartmut Janschke und die Männer vom Bauhof, haben das Vorhaben mustergültig unterstützt. Gleiches gilt auch für die „Banticow-Ranch“ am Randes des Dorfes.

Osterfeuer hinter dem Gemeinschaftshaus in Bantikow

Am Gründonnerstag soll hinter dem Gemeinschaftshaus ein Osterfeuer brennen. Eine gute Gelegenheit für die Besucher, sich die bisherigen Ergebnisse der Holz-Aktion anzuschauen.

Von Wolfgang Hörmann

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