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Ostprignitz-Ruppin Smiley soll Raser stoppen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Smiley soll Raser stoppen
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00:17 23.05.2016
Eine einzige solche Anlage besitzt Wittstock. Quelle: Robert Roeske
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Rossow

Gewagte Überholmanöver innerorts und Lastwagen, die nicht mal vor beschilderten Fußgängerinseln abbremsen – die Rossower haben genug davon, das der rollende Verkehr bewusst geltende Regeln missachtet und so ihres sowie das Leben ihrer Kinder gefährdet. In der vergangenen Woche diskutierte der Ortsbeirat, wie man dem Problem erneut begegnen kann.

„Ein Tempo-30-Schild wird nicht viel bringen“, stellte Beiratsmitglied Christoph Licht klar. Erstens gebe es im Ort keine besonderen Gefahrenzonen dafür und zweitens würde ein solches Gebot ohnehin ignoriert werden. „Wir brauchen etwas wirklich Effektives“, machte Licht klar. Dass Maßnahmen in der Vergangenheit zu keiner Entschärfung des Problems geführt haben, davon wusste auch Lichts Kollege Hartmut Gohlisch zu berichten. „Selbst Verkehrsinseln mit Schildern wurden von Lastern überfahren“, sagte er. Auch von der Polizei durchgeführte Verkehrskontrollen hätten nur zu mäßigem Erfolg und damit zu geringer Abschreckung geführt.

Dann brachte Ortsvorsteherin Nicole Rösler ein Dialog-Display, welches die gefahrene Geschwindigkeit sowie einen lachenden bei Gebotseinhaltung und einen traurigen Smiley bei dessen Überschreitung anzeigt, ins Spiel.

Wittstocks Dialog-Display wird gerade überholt

„Die Stadt verfügt über eine solche Anlage“, informierte Wittstocks Vizebürgermeister Dieter Herm, der als Rossows Pate aus der Stadtverwaltung ebenfalls an der Sitzung teilnahm. Allerdings befinde sich das Gerät derzeit in Reparatur. Für dessen temporäre Aufstellung in Rossow spreche aber, dass es neben dem moralischen Ansporn für Autofahrer auch die Geschwindigkeitsübertretungen registriere.

„Dann hätten wir zumindest schon mal verlässliche Daten, falls wir weitere Maßnahmen einleiten müssen“, sagte Hartmut Gohlisch. An der moralischen Wirkung des Displays hatte er jedoch so seine Zweifel. „Dann gibt ein Lasterfahrer dem anderen per Funk durch: mach, dass der Mund nach unten geht“, berichtete Gohlisch aus seinen Erfahrungen.

So waren sich die drei Ortsbeiratsmitglieder einig, die Aufstellung dieser Verkehrsanzeige bei der Stadt zu beantragen. Wann und wo das Gerät aufgestellt werden soll, darüber wolle man dann noch entscheiden, wie es hieß. Sollten die gesammelten Daten tatsächlich erschreckend sein, könnten weitere Maßnahmen folgen. „Dann wäre ein stationärer Blitzer angebracht“, stellte Dieter Herm klar.

Von Christian Bark

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