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So klingt der Sommer

Blandikow So klingt der Sommer

Bei den Kammermusikcamps von Christine und Philip Douvier lernen Kinder ihr Instrument besser kennen, ohne Stress und ohne Druck. In einem gediegenen Ferienhaus zwischen Papenbruch und Blandikow wird aus Musik, Landleben, Spiel und Spaß ein interessanter Ferien-Mix.

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Die Douviers (l.) mit einigen Kindern und ihren Instrumenten.

Quelle: Björn Wagener

Blandikow. Es geschieht beim Teigkneten in der Küche. Christine Douvier ist von einigen Kindern umringt und schaut für einen Moment aus dem Fenster: „Das ist ein schönes Bild. Da draußen spielen die Kinder und direkt daneben musizieren einige von ihnen. Das sind wir. Genau darum geht es“, sagt sie. Tatsächlich ist es wie eine Momentaufnahme aus einer anderen Zeit.

Musik mit bloßen Füßen

Unter den bloßen Füßen der Kinder das grüne Gras, im Haar den seichten Sommerwind – und dazwischen handgemachte Musik mit Cello, Bratsche oder Violine. Ein paar Schritte weiter präsentieren Carlotta und Florencia ihren „Bäckerladen“ mit Törtchen, Gebäck und Eiskugeln, alles aus Sand.

Kammermusik braucht nicht unbedingt eine Kammer

Kammermusik braucht nicht unbedingt eine Kammer. Vorn: Carlotta im Bäckerladen ganz aus Sand.

Quelle: Björn Wagener

In einem stilvoll eingerichteten Landhaus zwischen Papenbruch und Blandikow erleben Berliner Kinder zwischen zehn und 14 Jahren in dieser Woche unbeschwerte musikalische Ferientage. Denn dort veranstalten Christine und Philip Douvier aus Berlin zum fünften Mal ihr Kammermusikcamp. Das Konzept: Alles kann, nichts muss. Kinder, die ein Instrument spielen, sollen das locker und stressfrei tun, ohne jeden Leistungsdruck. Denn der sei viel zu oft an der Tagesordnung. Im Camp können sie musizieren – „oder eben mal Quatsch machen und toben“, sagt die Pädagogin Christine Douvier. In der Küche backt, schnippelt und brutzelt sie mit den kleinen Hobbymusikern. „Abends wird die Küche auch mal zum Konzertsaal. Wir wollen Erlebnisse schaffen“, sagt Musiker Philip Douvier. Deshalb gibt es auch Spaziergänge, Nachtwanderungen, oder es wird Brot gebacken. „Hier kann man die Kinder aufblühen sehen“, sagt Christine Douvier.

Noch nie einen Apfel aufgeschnitten

Denn viele von ihnen hätten noch nie einen Apfel aufgeschnitten, eine Kerze angezündet oder im Sand gespielt. Die Douviers wollen das steife Musikschul-Flair abstreifen, bei dem es nur darum gehe, dass die Töne stimmen. Vielmehr sollen die jungen Hobbymusiker in gemütlicher, fast privater Atmosphäre eigene Erfahrungen mit ihrem oder dem Instrument anderer Kinder machen. Smartphone und PC sind dabei tabu. Das fördere die Lust an der Musik – und es funktioniert: Immer wieder kann man Kinder draußen oder drinnen beim Musizieren zuhören. Zwei von ihnen versuchen sich sogar an einem selbst komponierten Stück.

Von Björn Wagener

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