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So viel Übernachtungen wie noch nie

Ostprignitz-Ruppin So viel Übernachtungen wie noch nie

Mehr als 1,5 Millionen Übernachtungen sind vermutlich im vergangenen Jahr im Bereich des Tourismusverbandes Ruppiner Seenland gezählt worden. Davon ist Verbandschef Peter Krause überzeugt, auch wenn erst die Daten bis Ende November vorliegen. Zufrieden mit der Tourismussaison ist ebenfalls der Prignitzer Verband.

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Das Schloss Rheinsberg ist wohl das größte Tourismagnet in der Region. Tausende Besucher strömen Jahr für Jahr in die Idylle am Grienericksee.

Quelle: DPA

Kyritz. Die offizielle Bestätigung steht zwar noch aus. Doch Peter Krause, der Chef des Tourismusverbandes Ruppiner Seenland, ist überzeugt davon, dass das Reisegebiet im vergangenen Jahr erstmals die Marke von offiziell 1,5 Millionen Übernachtungen geknackt hat. Denn von Januar bis Ende November 2016 hatte die Statistik bereits 1,441 Millionen Übernachtungen für das Ruppiner Seenland registriert. Damit fehlten nicht mal mehr 60 000 Übernachtungen für den Rekord. Krause findet das deshalb so beachtlich, weil es einen Rückgang der Bettenkapazität für touristische Übernachtungen in der Region von etwa zehn Prozent gibt. Das hört sich zwar nicht gerade gut an für eine Region, die seit Jahren auf den Tourismus setzt. Doch wenn trotz des Bettenrückgangs die Zahl der Übernachtungen gestiegen ist, bedeutet das, dass sich die Pensionen und Hotels über eine bessere Auslastung ihrer Betten freuen dürfen. „Den Betrieben geht es besser, sie können damit ihre Mitarbeiter auch besser entlohnen“, betonte Krause.

Die Auslastung liegt bei über 40 Prozent

Laut den bisher vorliegenden Zahlen liegt die Auslastung im Ruppiner Seenland für das vergangene Jahr bei 41 Prozent und damit erstmals über der 40-Prozent-Marke. Zum Vergleich: In der Prignitz waren die angebotenen Übernachtungsbetten bis Ende November gerade mal 31,2 Prozent ausgelastet, der Landesdurchschnitt lag mit 41,6 Prozent nur unwesentlich über dem des Ruppiner Seenlandes. „Wir stehen im Wettbewerb ganz gut da“, sagte Verbandschef Krause. Etwa 35 bis 40 Prozent der Übernachtungsgäste kommen demnach aus dem Großraum Berlin. Stark vertreten sind ebenfalls Touristen aus Nordrhein-Westfalen und Hamburg, die sich zwischen Rheinsberg, Neuruppin, Lindow, Fürstenberg und Oranienburg erholen und die Region entdecken wollen. Deshalb müsste es darum gehen, die Übernachtungsangebote zu „veredeln“, sagte Krause. Beispielsweise könnte in den Übernachtungspreisen gleich Karten für Kultur- oder andere Veranstaltungen inbegriffen sein. So hantiert der Hochschwarzwald. Dort sind in den Bettenpreisen beispielsweise auch gleich die für die Skipässe enthalten.

286 000 Übernachtungen in der Prignitz

Zufrieden mit der vergangenen Saison ist ebenfalls Mike Laskewitz, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Prignitz. Denn die Übernachtungszahlen liegen mit 286 000 nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Zudem ist der Prignitzer Verband seit Januar um die Region Kyritz, Neustadt, Wusterhausen verstärkt worden. Diese hatte sich im Ruppiner Seenland nicht mehr richtig vertreten gefühlt. Da der Altkreis Wittstock sich schon seit Jahren von der Prignitz touristisch vermarkten lässt, gehört zum Ruppiner Seenland lediglich noch der Altkreis Neuruppin sowie der Landkreis Oberhavel.

Touren zu Zeitschätzen

Um mehr Touristen in die Prignitz zu locken, setzt der Verband in diesem Jahr besonders auf Touren zu „archäologischen Schätzen“. Dazu gehören neben dem Hünengrab bei Mellen, dem Königsgrab von Seddin, dem Schloss Meyenburg und der barocken Burg Lenzen ebenfalls das mittelalterliche Freyenstein und die Wittstocker Altstadt mit der Alten Bischofsburg und der Gedenkstätte für Soldaten des 30-jährigen Krieges, die bei der Schlacht 1636 bei Wittstock umkamen. Für die „Zeitschätze“ hat der Tourismusverband eigens eine hochwertige Broschüre drucken lassen.

Von Andreas Vogel

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