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Solaranlage wird gebaut

Bantikow Solaranlage wird gebaut

Mit rund einem Jahr Verzögerung haben für die Bantikower Photovoltaikanlage die vorbereitenden Arbeiten begonnen. Derzeit läuft der Abriss alter Gebäude auf dem rund 13 Hektar großen Gelände. Bis zum Jahresende, so der Plan, soll die Anlage stehen.

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Mit schwerer Technik wird das Feld vorbereitet. Sondermüll wie Asbest lagert abgedeckt in großen Containern.

Quelle: Wolfgang Hörmann

Bantikow. „Endlich ist es soweit.“ Norbert Koll, Geschäftsführer der PVA Bantikow, eines landwirtschaftlichen Unternehmens der Lindhorst-Gruppe, ist die Erleichterung deutlich anzumerken. Endlich wird nämlich ein Feld bestellt, auf dem ein besonderes Gut geerntet werden soll: Energie.

Auf 13 Hektar betrieblicher Fläche unweit des Plattenweges nach Brunn haben die Vorbereitungen für den Aufbau jener Photovoltaikanlage begonnen, die eigentlich schon lange stehen sollte. Bereits vor mehr als einem Jahr hatte die MAZ von den Bemühungen berichtet, mit Hilfe von 26 500 Modulen Sonnenstrom zu gewinnen. Das verzögerte sich.

Verzögerung durch neue Gesetze

Just zu jenem Zeitpunkt, als der Projektträger – die Castus-Gesellschaft mit Sitz in Book – sich zum Start aufstellte, bremste eine veränderte Gesetzgebung den Elan aus. Nun galt: Für Freiflächenanlagen wie der am Rande des Dorfes ist erst einmal das Projekt einzureichen. Die geplante Einspeiseleistung von Energie wird darin ausgeschrieben. Angesichts reichlich vorhandener Anbieter entscheidet dann die Bundesnetzagentur, wer darf und wer erst mal nicht. Bantikow hing in der Warteschleife, bis jetzt.

„Wir sind nun aber bei den vorbereitenden Arbeiten“, sagt Norbert Koll. Zu diesen Vorbereitungen gehören im Wesentlichen das Beseitigen von Fundamenten und der Abriss von Altbauten. Die strikte Trennung der Baustoffe wie Holz, Stahl, Mauerwerk und Wellasbest hat schon mehrere Zwischenlagerplätze entstehen lassen. So türmen sich Reste von Mauern und Betonteilen etwas abseits. Sie werden zerkleinert und kommen im Straßenbau wieder zum Einsatz. Asbest lagert in großen Containern, abgedeckt mit Kunstoffplanen.

Baubeginn noch im Juli

„Bis vor kurzem genutzt wurde hier nur noch ein Stall, den wir an einen privaten Pferdebesitzer verpachtet hatten. Der kannte aber schon lange unsere Pläne, suchte sich eine Alternative und war jetzt in der Lage, flexibel zu reagieren. Das ging völlig problemlos“, so der PVA-Chef.

Er vertraut auf einen Zeitplan, der nun konkret vorliegt. Baubeginn soll noch in diesem Monat sein, unmittelbar nach dem Beräumen des Areals, Fertigstellung im September. Mit der technischen Inbetriebnahme ist dann zum Jahresende zu rechnen.

Stromtrasse noch unklar

Die Anlage ist für eine Leistung von 7,5 Megawatt ausgelegt. Damit lassen sich schätzungsweise 2000 Haushalte mit Strom versorgen. Die Möglichkeit, Bantikower Strom ins öffentliche Netz einzuspeisen, besteht allerdings nur auf der Kyritzer Seite des Untersees. Ob die Leitung dorthin über Land oder unter dem Seeboden verlegt wird, steht bisher noch nicht fest. Beide Trassen werden auf Realisierbarkeit geprüft.

Als gesichert gilt hingegen ein Vorhaben, das bisher ebenfalls nur Plan blieb. Die Gebäude der PVA-Verwaltung am Bantikower Feldweg werden nach Dacharbeiten ebenfalls Module für die Stromerzeugung bekommen.

Von Wolfgang Hörmann

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