Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Noch mehr Strom aus der Sonne über Wittstock
Lokales Ostprignitz-Ruppin Noch mehr Strom aus der Sonne über Wittstock
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:08 11.03.2018
Neues Solarfeld im Gewerbegebiet Scharfenberg bei Wittstock wird aufgebaut. Quelle: Björn Wagener
Anzeige
Wittstock

Im Gewerbegebiet Scharfenberg wird zurzeit eine neue Freiflächen-Photovoltaikanlage (PV) errichtet.

Module schnell von Hand aufgebaut

Das Aufstellen der Halterungen aus Metall für die Module erinnert an Fließbandarbeit und geht den Arbeitern schnell von der Hand. 2727 Module verteilen sich auf einer Fläche vom 9306 Quadratmetern.

Das gesamte von der Sonne gespeiste Kraftwerk solle voraussichtlich Mitte März fertiggestellt sein und ans Netz gehen. Das teilt Michael Schmidt, Geschäftsführer der Belectric PV Dach Gesellschaft, mit. Geplant sei, pro Jahr rund 767 000 Kilowattstunden Strom ins Stromnetz einzuspeisen.

Strom für rund 190 Haushalte pro Jahr

Mit der Leistung aus dem PV-Kraftwerk könnten rund 190 Vier-Personen-Haushalte pro Jahr versorgt werden, so Schmidt. Die Fläche sei für 20 Jahre gepachtet worden – mit der Option auf eine Verlängerung für zweimal fünf Jahre.

Für den Standort nahe Wittstock habe sich Belectric entschieden, weil „die Region sehr aufgeschlossen gegenüber dem Thema erneuerbare Energien ist“, sagt Schmidt. Man habe sehr gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit der Stadt Wittstock und dem Netzbetreiber Edis gemacht.

2727 Solarmodule entstehen. Quelle: Björn Wagener

Belectric hat auf dem Gelände des ehemaligen Flugplatzes bei Alt Daber bereits im Dezember 2011 eine Photovoltaikanlage errichtet. Zum Vergleich: Dort sind 850 000 Module installiert, die einen jährlichen Stromertrag von rund 71 400 000 Kilowattstunden bringen. Das entspreche dem Bedarf von rund 19 000 Vier-Personen-Haushalten.

Für den weiteren Bau von Photovoltaikanlagen im Raum Wittstock gibt sich Belectric aufgeschlossen. „Sehr gern würden wir weitere Anlagen in der Region umsetzen. Aktuell fehlen uns aber geeignete Grundstücke. Deshalb sind wir offen für entsprechende Angebote zum Kauf oder zur Pacht.“

Stadt hat keine Flächen mehr

Das Flächenpotenzial der Stadt Wittstock für diesen Zweck ist „eigentlich ausgeschöpft“, sagt Martin Bünning, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung. Lediglich einige kleine Flächen stünden noch zur Verfügung, die aber wiederum für Investoren eher uninteressant seien. „Theoretisch könnten wir viel, viel mehr solcher Flächen für diesen Zweck zur Verfügung stellen, wenn wir sie hätten. Denn die Nachfrage ist da.“

Grundsätzlich habe die Stadt „sehr gute Erfahrungen“ mit Investoren für Photovoltaikanlagen. Da die Flächen dafür an die Firmen verpachtet statt verkauft werden, stünden sie nach Ablauf der Pachtzeit für eventuell andere Nutzungen zur Verfügung – ohne dass etwa Gebäude abgerissen oder umgenutzt werden müssten.

So lange die Stadt keine höherwertige Nutzung für Gewerbeflächen in Aussicht habe, die etwa mit der Schaffung von Arbeitsplätzen einhergehe, sei die Lösung mit den Photovoltaikanlagen für den Investor und die Stadt eine klassische „Win-Win-Situation“, so Bünning.

Von Björn Wagener

Drei Jahrestage stehen 2018 in den Kreismuseen Alte Bischofsburg in Wittstock bevor. Vor 400 Jahren begann der Dreißgjährige Krieg, seit 350 Jahren existiert das Buch „Simplicissimus“ und Wittstock hat seit 20 Jahren deutschlandweit das einzige Museum zum Dreißigjährigen Krieg. Museumsleiterin Antje Zeiger steht vor einer großen Herausforderung.

11.03.2018

Mit Erfolg gelingt es den Brandschützern in Breddin, Kinder und Jugendliche an die Feuerwehr heranzuführen. In der Ausbildung nähern diese sich spielerisch den Aufgaben beim Helfen. Von der Sparkasse erhielt die Jugendwehr nun eine Unterstützung.

11.03.2018
Ostprignitz-Ruppin Ausgehtipps für Ruppin und Ostprignitz - Absteppen wie John Travolta

Haben Sie am Wochenende schon was vor? Wenn nicht, findet sich hier sicher das Passende. Das Programm in der Region von Barenthin bis Neuruppin folgt auf einen Blick. Die Kulturbeiträge finden sich in der Reihenfolge der Orte alphabetisch geordnet von Freitag, 16. Februar, bis Sonntag, 18. Februar.

11.03.2018
Anzeige