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Ostprignitz-Ruppin Sommercamp-Teilnehmer bauen Solarfloß
Lokales Ostprignitz-Ruppin Sommercamp-Teilnehmer bauen Solarfloß
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00:17 18.08.2016
Nach der Taufe ging es mit dem schwimmenden Seminarraum namens „Deltang“ direkt über den Schwarzen See. Quelle: Josephine Mühln
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Flecken Zechlin

Während des diesjährigen „Green Summer Camps“ haben Jugendliche in der Jugendbildungsstätte des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) in Flecken Zechlin ein Solarfloß gebaut. Das komplett mit erneuerbaren Energien angetriebene Gefährt wurde am Montagvormittag in Anwesenheit aller am Bau beteiligten Akteure feierlich auf den Namen „Deltang“ getauft.

Werden große Schiffe getauft, dann wird der Tradition nach eine Flasche Sekt oder Champagner am Schiffsrumpf zerschlagen. Sekt gab es in Flecken Zechlin auch – sogar zwei Flaschen – jedoch wurden sie nicht am Rumpf des Floßes zerschlagen. Stattdessen haben die Jugendlichen ein Holzschild mit den Namen aller Beteiligten an der Außenseite des Floßes angebracht, und dieses unter dem Jubel aller Umstehenden mit dem Sprudelwasser benetzt.

Floß bekommt afghanischen Namen

„Ich finde, das ist ein tolles Projekt“, sagte Rheinsbergs Bürgermeister Jan-Pieter Rau in seinem Grußwort. „Ich wünsche dem Floß immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel und von oben viel Sonne.“ Auch Horst-Rainer Maranke, Ortsvorsteher von Flecken Zechlin, war zur Taufe gekommen, um den Jugendlichen und dem Team der Bildungsstätte im Namen des Ortsbeirats zum fertigen Floß zu gratulieren. „Das Gefährt passt wie die Faust aufs Auge zu Flecken Zechlin, denn der Floßbau hat hier eine lange Tradition“, sagte Maranke.

Mit Sekt wurde das Floß symbolisch getauft. Quelle: Josephine Mühln

Am „Green Summer Camp“ haben insgesamt 21 Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern teilgenommen, darunter auch Flüchtlingskinder. Auf deren Muttersprache Paschtu, die in Afghanistan und Pakistan gesprochen wird, geht auch der Name des Floßes zurück. Denn „Deltang“ bedeutet auf Paschtu „die Sehnsüchtige“ oder auch „die Vermissende“. „Ich finde es super, dass sich die Jugendlichen gemeinsam auf diesen Namen geeinigt haben“, sagte Stefan Geisler. Der Politikwissenschaftler hat das Camp mitorganisiert. Die Teilnehmer hätten sich ohnehin schnell zusammengefunden und gut als Gruppe harmoniert.

Bis zu fünf Stunden volle Fahrt voraus

Die Basis des Floßes bilden ein Schwimmkörper, genannt Ponton, sowie ein Alugerüst. Darauf befinden sich die Holzaufbauen. Auf dem Floßdach wurden Solarmodule montiert, die jene acht Akkus aufladen, durch die der Elektromotor des Floßes angetrieben wird. Mit den vollgeladenen Akkus kann das Floß bis zu fünf Stunden fahren. Scheint die Sonne und es wird permanent Energie nachgeladen, dann kann das Gefährt auch dauerhaft über den See schippern. Das Floß soll in Zukunft als schwimmender Seminarraum genutzt werden und bietet Platz für bis zu 14 Personen.

Das zehntägige Sommercamp war der Startschuss für das Projekt „Green peers – Jugend macht grün“ der DGB-Bildungsstätte. Es wird über das Bundesprogramm „Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung befördern“, durch das Umweltministerium und den Europäischen Sozialfonds gefördert. Die Förderung läuft über drei Jahre – auch 2017 sei also wieder ein Sommercamp geplant, verrät Projektleiterin Carola Wöhlke. „Das Projekt will Berufsfelder fördern, die sich mit Nachhaltigkeit beschäftigen und Jugendliche für diese Berufe begeistern“, erklärt Wöhlke weiter. Während des „Green Summer Camps“ habe die Gruppe einen Solarpark besucht sowie eine Fahrt ins Landeszentrum für erneuerbare Energien in Neustrelitz unternommen. „Und für die Ferienstimmung sind wir mit dem Floß zwei Tage über den See bis nach Zechlinerhütte gefahren.“

Von Josephine Mühln

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