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Ostprignitz-Ruppin Sommerfest mit Vereinsgeburtstag
Lokales Ostprignitz-Ruppin Sommerfest mit Vereinsgeburtstag
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00:17 24.08.2016
Die Clowns haben aufmerksames Lichtenberger Publikum.
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Lichtenberg

Einst war es Küsterhaus mit Schulstube, später Gasthaus. Heute ist das Dorfgemeinschaftshaus ein guter Platz, an dem die Lichtenberger sich gern treffen, um gemeinsam zu feiern. Am Sonnabend war es wieder soweit – der Heimatverein lud zum Sommerfest ein.

1996 gründeten engagierte Lichtenberger den Verein um die Kultur und die Geschichte ihres Ortes wieder lebendig werden zu lassen. Unter der Leitung des Ortsvorstehers und Vorsitzenden Achim Fiedler erfüllten sie das Haus mit Leben. Spielabende, Kartoffelfeste, Weihnachtsfeiern, Eisbeinessen und Frauentreffen finden dort regelmäßig statt. Eine Ausstellung aus Anlass des 20-jährigen Vereinslebens gibt nun Aufschluss über die Geschichte des Ortes, der 1365 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Am Sonnabend führte Ortschronist Jörg Engelhardt durch die kleine Ausstellung, die bereits im vergangenen Jahr zur 650-Jahrfeier besichtigt werden konnte und nun ergänzt wurde. Seit zwei Jahren ist der Berliner in Lichtenberg von Haus zu Haus unterwegs, um mit den Einwohnern Erinnerungen aufzufrischen, Fotografien, Schriftstücke oder Postkarten zu sichten und Fundstücke zusammen zu tragen. Der Aufwand hat sich gelohnt, 100 große und kleine Ereignisse lassen das Leben der Lichtenberger wieder lebendig werden. Sie erzählen von Kirchenanierungen, Feuersbrünsten, von Vieh- und Obstbaumzählungen und vom Windmühlenbau.

Tacki und Noisly begeisterten die jungen Festbesucher. Quelle: Cornelia Felsch

37 Männer, 48 Frauen, 83 Kinder und 32 Dienstboten lebten Ende des 18. Jahrhunderts in Lichtenberg. 66 Pferde, 244 Rinder, 904 Schafe und 85 Schweine mussten versorgt werden. Weizen , Roggen, Erbsen, Wicken, Kartoffeln, Buchweizen, Hirse und Leinsamen bauten die Bauern an, um die Ernährung zu sichern. Auf vielen Fotografien können die Ausstellungsbesucher ihre Vorfahren oder auch sich selbst wieder finden. „Zum Thema Hochzeit habe ich die meisten Fotos bekommen“, sagt Jörg Engelhardt. In einer Vitrine lagern zahlreiche Fundstücke, unter anderem eine Glocke, die zur Abwehr böser Geister im Lehm von Fachwerkhäusern eingelassen wurde. Der Fund eines alten Buches brachte den Chronist auf die Spur von Liebschaften zwischen Lichtenbergerinnen und französischen Zwangsarbeitern. Die Tochter des Hauses, in dem das Buch gefunden wurde, ging 1945 mit ihrem frnzösischen Geliebten nach Frankreich.

Aufnahme des früheren Gasthauses im Ort. Quelle: Cornelia Felsch

Durch das Zusammentragen verschiedener Puzzleteile aus dem Bundesarchiv, dem Landeshauptarchiv, dem Kreisarchiv und kirchlichen Quellen erfuhr der Museologe viele interessante Dinge über Lichtenberg.

Wer in früheren Zeiten von Neuruppin nach Lichtenberg wollte, musste einen wesentlich weiteren Weg, über Altfriesack oder Alt Ruppin in Kauf nehmen. Erst mit dem Bau des Seedamms gelangten die Lichtenberger schneller nach Neuruppin.

Im ehemaligen Schulzimmer informiert die Ausstellung darüber, wie sich das Leben der Schulkinder abspielte. Auch wenn es früher strenger zuging, so benahm sich der Nachwuchs wohl auch früher nicht immer nach den Vorstellungen der Erwachsenen. In einem Schriftstück bemängelt ein Kontrolleur, dass die Kinder in der Schule so schreien würden.

Beim Sommerfest am Sonnabend waren ausgelassene und fröhliche Kinder erlaubt. Bei der Vorführung der Prignitzer Clowns Tacki und Noisly gab es auch für die Erwachsenen viel zu lachen.

Von Cornelia Felsch

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