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Sonnenlandhof bei Neuruppin

Ferien auf dem Bauernhof Sonnenlandhof bei Neuruppin

Auf dem Wuthenower „Sonnenlandhof“, der 2013 seinen Betrieb aufgenommen hat, wohnen drei Generationen unter einem Dach und es ziehen immer mehr Tiere ein. Laufenten, Hühner, Ziegen und Schafe nutzen bereits ihr Domizil, bald werden noch drei Esel hinzu kommen.

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Juliane Stockhammer mit Rüdiger, dem Ziegenbock.

Quelle: Cornelia Felsch

Wuthenow. Die Aussicht vom großen Steinhaufen scheint hevorragend zu sein; Rüdiger, Charlotte und Grete erklimmen begeistert ihren neuen Kletterberg. Die Ziegen sind vor drei Jahren von Kunsterspring nach Wuthenow auf den „Sonnenlandhof“ umgezogen. Hier haben sie ein großes Freilandgehege und werden von Familie Stockhammer umsorgt.

„Die Tannenzweige sind eine natürliche Wurmprophylaxe“, erklärt die Hofherrin Juliane Stockhammer – fast so, als ob sie sich für die herumliegenden Äste auf dem sonst so aufgeräumten Gelände entschuldigen möchte. „Sie funktionieren wie eine Flaschenbürste. So wird es für Würmer ungemütlich im Darm der Ziegen.“

Die gelernte Krankenschwester, die im ambulanten Pflegedienst arbeitet, hat bereits mehrere Kurse absolviert, um ihrem neuen Leben auf dem Land ein Fundament zu geben. Sie besuchte einen Kurs zur Eselhaltung und bildete sich in der Pflanzenheilkunde weiter. Der artgerechte Umgang mit den Tieren, die auf ihrem Hof leben, ist ihr wichtig.

Streichelzoo

Streichelzoo.

Quelle: Jan Philipp Stoffers

„Bereits als Kinder haben wir immer Urlaub auf dem Bauernhof gemacht“, erzählt die 38-Jährige. Tiere sind ihr vertraut – mit Katze, Hund und Hühnern startete das Ehepaar Stockhammer 2013 in das neue Landleben. So lange sich Juliane und ihr Mann Jörg kennen, haben sie davon geträumt, auf dem Land zu leben und sich dort etwas Gemeinsames aufzubauen. Im Oktober 2010 unterschrieben sie den Kaufvertrag für das Grundstück in Wuthenow. Drei Jahre später zogen die ersten Gäste in die Ferienwohnungen ein. Systematisch haben die Hofbetreiber das Gelände aufgeteilt, so dass auch noch für Esel und Schafe Platz ist.

Die Neueinsteiger lassen sich gern von erfahrenen Landwirten und Tierzüchtern beraten. „So ein richtiger erfahrener Bauer betritt einmal die Wiese und weiß sofort Bescheid“, sagt Juliane Stockhammer. „Anfangs hatten wir auch geplant, zwei Hängebauchschweine zu halten. Aber unser Ortsvorsteher Axel Noelte riet uns ab“, erzählt sie. Er sagte: „Was wollt ihr denn mit Schweinen, das passt nicht zu eurem Hof. Ziegen und Schafe sind okay.“ Die Stockhammers befolgten den Rat und verabschiedeten sich von dem Gedanken.

Die Laufenten Lolek und Bolek

Die Laufenten Lolek und Bolek.

Quelle: Felsch

Am Pfingstmontag gab es Zuwachs, die Stockhammers holten vier Schafe aus Katerbow. Axel Noelte half mit seinem Viehanhänger aus. Das Muttertier und die drei Lämmer wurden von den Nachbarskindern bereits sehnsüchtig erwartet. Nun gibt es nur noch ein unbewohntes Gehege. Dort sollen demnächst Caspar, Melchior und Balthasar einziehen. Die drei Esel kommen aus dem Rheinland und werden später einmal mit dem Feriengästen auf Wanderschaft in das Wuthenower Umland gehen. „Esel müssen bewegt werden“, sagt Juliane Stockhammer, die künftig auch Eseltherapie anbieten will. Aus dem Ort gab es bereits Anfragen nach Esel-Patenschaften. Entspannung und Entschleunigung sind beim Umgang mit den Tieren angesagt. „Der Esel hat keine Uhr, ist sensibel und braucht Ruhe und Vertrauen.“ Kinder, die selbst gern mit den Eseln arbeiten wollen, können auf dem Sonnenlandhof künftig einen Eselführerschein erwerben. „Es ist wichtig, dass die Kinder viel darüber lernen, was sie tun.“ Dabei müssen viele Fragen beantwortet werden: Warum bleibt der Esel manchmal stehen? Was ist zu tun, wenn er nicht dorthin geht, wo man selbst hin will? Wie unterscheidet sich der Esel vom Pferd und wie führe ich ihn? „Nur wenige Menschen verfügen über das notwendige Wissen“, sagt Juliane Stockhammer. „Die Folge ist, dass sie falsch gehalten werden und auf Grund falscher Ernährung Stoffwechselstörungen bekommen.“

Die beiden Laufenten Lolek und Bolek kümmern sich selbst um ihre Nahrung. Hoch erhobenen Hauptes spurten sie durch den Garten auf der Suche nach Schnecken. Im Gegensatz zu den 7400 Quadratmetern Land, die Juliane und Jörg Stockhammer zu bewirtschaften haben, ist ihr Revier recht klein. Auf dem Hof hat jeder seine Aufgabe – auch die Mutter der Hausherrin. Das Heu für die Tiere wird selbst gemacht und ein Stück Acker wurde bereits für den Anbau von Futtermöhren kultiviert. Der Sonnenlandhof ist ein Familienunternehmen, drei Generationen leben hier unter einem Dach. Bei den abendlichen Rundgängen werden auch die Feriengäste mit einbezogen. „Den Rundgang machen wir mit den Kindern gemeinsam. So lernen sie den Umgang mit den Tieren, können Eier einsammeln und sehen wo die Hühner schlafen, scharren und brüten.“ Mit dabei sind immer der fünfjährige Sohn Till, die Katzen Jacki und Niels sowie der Border-Collie-Rüde Theo.

Hinweis: Der Sonnenlandhof in Wuthenow, Dorfstraße 23, ist unter Tel.  03391 / 7 75 39 60 oder unter www.sonnenlandhof.de zu erreichen. In den Sommermonaten ist an den Wochenenden das Hofcafé geöffnet. Bei schönem Wetter von 14 bis 18 Uhr.

Von Cornelia Felsch

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