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Ostprignitz-Ruppin Spagat zwischen Hörsaal und Unternehmen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Spagat zwischen Hörsaal und Unternehmen
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00:21 15.01.2018
Die Herde des Rauwolligen Pommerschen Landschafes ist mittlerweile auf 60 Tiere angewachsen. Quelle: Ruch
Karstedtshof

Jo-Louis Thießen ist Veterinärmedizinstudent im siebten Semester und seit mehr als zwei Jahren auch als Unternehmer aktiv. Gemeinsam mit seiner Mutter Eva Paulus gründete der heute 22-Jährige aus Karstedtshof bei Wittstock das Unternehmen „Homemade.“ Dort stehen Hausgemachtes und Regionales im Mittelpunkt.

Das Tierwohl steht für beide Unternehmer an erster Stelle. Sie bieten regional erzeugte Produkte an, die überwiegend aus einem Umkreis von bis zu 150 Kilometer stammen. „Auch wenn bisher der große Sprung ausgeblieben ist und wir das Unternehmen nach wie vor im Nebenerwerb führen, habe ich diesen Schritt nie bereut“, sagt der junge Mann. Denn: „Die Erfahrungen zeigen, dass immer wieder neue Ideen in unser Unternehmen fließen und das motiviert mich auch.“ Auch wenn seiner Meinung nach „alles schwerer ist, als es am Ende tatsächlich aussieht“, gibt Jo-Louis Thießen nicht auf. Über längere Zeit brachten sich Studienkollegen von Thießen bei „Homemade“ ein, steuerten Produkte bei und boten die Waren auf Märkten in Berlin an – fast alle sind mittlerweile wieder abgesprungen.

Eva Paulus und Student Jo-Louis Thießen stehen bei „Homemade“ für regionale Erzeugung ein. Quelle: Christamaria Ruch

„Das Konzept der „Jungen Regionalen“ hat sich so nicht bewährt, das war ein schleichender Prozess, auch wenn die Euphorie zunächst groß war“, räumt Thießen ein. Denn: „Der Erfolg auf den Märkten in Berlin ist schwierig und damit blieb auch bei einigen die Motivation aus.“ Trotzdem ist er überzeugt: „Die Märkte und die Gespräche mit den Kunden sind toll.“ Thießens größte Erfahrung im vergangenen Jahr: „Meine Mutter ist sehr engagiert und kurbelt mit ihren Gesprächen unseren Umsatz auf den Berliner Märkten an, denn man muss auf die Leute zugehen.“ Die Klienten in der Region Wittstock sind sehr aufgeschlossen, probieren und kaufen auch oftmals die Produkte im Hofladen, beobachtet er. Mittlerweile zählen mehr als 20 Kunden in Berlin und der Heimatregion zum Stamm. Auf zahlreichen Veranstaltungen in der Region war „Homemade“ im vergangenen Jahr präsent und wird dies in diesem Jahr intensivieren.

Mittlerweile zählen Jo-Louis Thießen und Eva Paulus 60 Tiere zur eigenen Schafherde der Rasse Rauwolliges Pommersches Landschaf. „Jetzt kaufen wir 25 Tiere dazu, weil die eigene Nachzucht nicht ausreicht, um die Nachfrage nach Lammfleisch zu erfüllen“, sagt Thießen. Nach wie vor entpuppt sich jedoch Rindfleisch als Verkaufsschlager. Dabei vermarktet „Homemade“ monatlich drei bis vier Rinder vom Hof Siekerkotte aus Dossow. Für die Schlachtung und Verarbeitung geht „Homemade“ ebenfalls den regionalen Weg.

Auch die Grüne Woche steht wie im vergangenen Jahr schon im Terminkalender. „Da müssen wir hin, um uns weiter bekannt zu machen, auch wenn wir dort wenig verkaufen“, sagt Jo-Louis Thießen. Am Freitag und Sonnabend, 19. und 20. Januar, präsentiert sich „Homemade“ in der Brandenburghalle am Stand der Regionalen Wirtschaftsförderung.

Von Christamaria Ruch

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