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Ostprignitz-Ruppin Spannende Fotomontagen zu Wusterhausen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Spannende Fotomontagen zu Wusterhausen
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00:18 21.04.2016
Helmut Klohs in seiner Wohnung in Wulkow, die zugleich sein Atelier ist. Quelle: Wolfgang Hörmann
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Wulkow

Die schmale Dosse schlängelt sich am schilfbewachsenen Ufer träge dahin. Erlen und Weiden strecken zur Linken ihre Zweige bis fast aufs Wasser. Rechts sieht es sumpfig aus auf dem großformatigen Foto. Es zeigt ein Stück unberührter Natur. „Das ist nicht weit weg von Tornow“, sagt Helmut Klohs. Wirklich? Wieso drängt sich dann der bullige Kopf eines Nilpferdes in den Vordergrund? Was hat das Kamel im Hintergrund an der kleinen Brücke zu suchen? Und wieso hockt der Affe im Morast, wo eigentlich Frösche quaken? Kein Titel erklärt die surreale Landschaft. Schade. Der würde helfen.

„Ich will den Betrachter dazu verführen, sich seinen eigenen Reim drauf zu machen“, zieht sich der Macher dieses künstlichen Schaubildes gekonnt aus der Affäre. Helmut Klohs, 58, Tischler und Maurer von Beruf, nebenbei der Malerei und Grafik verfallen, immer auf der Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten, ist jetzt bei Fotomontagen angekommen.

Auch diese Holzschnitzerei an der Wulkower Dorfkirche stammt von Helmut Klohs. Quelle: Wolfgang Hörmann

Der Mann, der das Reden nicht erfunden zu haben scheint, fordert den Betrachter heraus. Dabei kann er auch anders. Eines seiner Werke, die für Einheimische allesamt einen Wiedererkennungswert haben dürften, heißt „Kleine Wassermusik mit den Wusterhausener Stadtmusikanten frei nach Georg Friedrich Händel“. Ob er es zeigt?

In wenigen Tagen wird Klohs’ Ausstellung in Wusterhausen eröffnet

Klohs bereitet seine Ausstellung vor. Am Donnerstag, 21. April, wird sie um 19 Uhr im Alten Laden des Herbst’schen Hauses eröffnet. Ihr Titel: „See(h)-Tour mit aufheiternden Elementen“.

Im Atelier, gleichzeitig Wohnung im Gutshaus von Wulkow, liegen fertige bunte Blätter auf dem Arbeitstisch. Die Auswahl ist noch nicht beendet. Mehr als 30 Arbeiten haben keinen Platz im „Laden“. Klohs weiß das, hat er doch schon bei etlichen der vorherigen 28 Ausstellungen beim Gestalten der Schauen geholfen. Malerei, Zeichnungen, Collagen waren schon zu sehen – Fotomontagen in der Dominanz noch nicht. Der geborene Pritzwalker stellt also als 29. seit der Neueröffnung des Herbst’schen Hauses 2011 aus. Er ist Mitglied im ausrichtenden Kulturverein, genau wie Helga und Marco Schimpke. Mutter und Sohn zeigen im Sommer gemalte Ansichten von Wusterhausen. Die Ausstellung von Helmut Klohs wird bis zum 12. Juli zu sehen sein.

Von Wolfgang Hörmann

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