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Spardruck beim Neustädter Bauhof

Kommunen setzen den Rotstift an Spardruck beim Neustädter Bauhof

Die Neustädter Amtsverwaltung hat im Zuge der aktuellen Haushaltsplanung allen Gemeinden separate Kostenpläne für bisher zumindest eine Leistung des Bauhofes im kommenden Jahr vorgelegt: das Mähen der Bankette an kommunalen Straßen. An der Ausstattung des Bauhofes wird seit Jahren gespart.

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Das Gras am Straßenrand lässt sich von den Kosten fürs Mähen nicht beeinflussen.

Quelle: Matthias Anke

Neustadt. Die Kosten für die Erhaltung öffentlicher Anlagen bleiben im Amt Neustadt ein Problem. Den Gemeinden fällt es angesichts schrumpfender Haushalte zunehmend schwerer, die Umlagen für die Finanzierung des amtseigenen Bauhofes aufzubringen. An dessen Ausstattung wurde nicht zuletzt deshalb über Jahre gespart – auch personell. Momentan sind noch fünf Mitarbeiter angestellt. Die Gemeinde Wusterhausen beschäftigt für vergleichbare Aufgaben acht Leute, die Stadt Kyritz elf.

Andererseits wird im Amt Neustadt fast schon regelmäßig darüber geklagt, dass der Bauhof nötige Arbeiten beispielsweise auf den rund 200 000 Quadratmetern kommunaler Grünflächen nur unzureichend oder nicht rechtzeitig erledigen kann.

Aufwand liegt bei vier Cent pro Quadratmeter

Um die Situation zu klären, hat die Amtsverwaltung bei der aktuellen Haushaltsdiskussion allen Gemeinden separate Kostenpläne für bisher zumindest eine Leistung des Bauhofes im kommenden Jahr vorgelegt: das Mähen der Bankette an kommunalen Straßen. Dabei geht es abhängig von den örtlichen Gegebenheiten um ganz unterschiedliche Beträge – von 1056 Euro für die Gemeinde Sieversdorf-Hohenofen bis 4990 Euro für die Stadt Neustadt. Grundlage der Berechnungen sind ein Aufwand von vier Cent je Quadratmeter für den Bauhof und – je nach Lage – ein bis drei Einsätze pro Jahr.

Kommunen reagieren unterschiedlich

Die Kommunen haben auf diese Kostenvoranschläge sehr unterschiedlich reagiert. Die Sieversdorf-Hohenofener Gemeindevertreter lehnten das Angebot einstimmig ab. Dreetz und Stüdenitz-Schönermark verschoben die Entscheidung, während Zernitz-Lohm und Breddin zustimmten. Der Breddiner Bürgermeister Reinhard Neumann kündigte aber zugleich an, für das Mähen der Bankette möglichst weitreichende Abmachungen mit der örtlichen Agrargenossenschaft abschließen zu wollen, weil die sowieso mit Mäharbeiten in der Gemarkung beschäftigt und auch besser zu erreichen sei als der Bauhof. In der Stadt Neustadt hat sich bislang nur der Bauausschuss zu den veranschlagten Kosten positioniert und zwar positiv. Die abschließende Entscheidung der Stadtverordneten steht noch aus.

Für die Amtsverwaltung geht es vor allem erst einmal darum, eine Kalkulationsgrundlage für das Budget des Bauhofes zu haben. Das hat Einfluss auf die Haushaltsplanung des Amtes und damit auf die Höhe der Amtsumlage, die die Kommunen entrichten müssen. Daniel Bloch als zuständiger Verwaltungsmitarbeiter des Amtes bezweifelt, dass die Kommunen durch die Vergabe von Aufträgen an externe Dienstleister wirklich nennenswert sparen können. „Ich denke, dass der Bauhof vom Preis her durchaus konkurrenzfähig ist und die Bankette gut bewältigen kann.“ Über die Frage, ob das so bleibt, wenn am Budget weiter gespart wird, wird man im Amt Neustadt wohl noch diskutieren.

Von Alexander Beckmann

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