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Spargelsaison mit Problemen

Dorf Zechlin Spargelsaison mit Problemen

Die Spargelernte ist beendet, nicht alle Bauern sind mit der Bilanz zufrieden. Kälte im April und Absatzschwierigkeiten nach Pfingsten machten es den Produzenten schwer. Die Kunden übten Zurückhaltung beim Kauf.

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Spargelbauer Bernd-Dieter Krüger.

Quelle: Peter Geisler

Dorf Zechlin. Die Spargelernte in Brandenburg ist beendet. Für das Königsgemüse ist der Johannistag der Stichtag. Die Bauern sind recht zufrieden mit der Saison 2016, allerdings war der feuchte, kühle Start weniger günstig. Die vergangenen zwei Monate lieferten jedoch bestes Spargelwetter.

Während Carsten Krüger, Chef der Direktvermarktung des Spargelhofes Kremmen, mit dem Ernteergebnis sehr zufrieden ist, sieht Bernd-Dieter Krüger vom Mühlenhof in Dorf Zechlin die Bilanz etwas differenzierter. Die kalten Nächte im April sorgten für spärliches Wachstum, der Sonnenschein im Mai ließ die Sorgenfalten bei den Spargelanbietern wieder schwinden.

„Ab 20. Mai gab es dann allerdings Absatzprobleme“, sagt Bernd-Dieter Krüger, der das Dilemma bereits kennt. „Das ist typisch, nach soviel Feiertagen sieht es in Portemonnaie der Kunden oft mau aus. Das hat der Spargelbauer, der sein regionales Gemüse vor dem Rheinsberger Edeka-Markt, in Miro und im eigenen Hofladen anbot, deutlich zu spüren bekommen. Wer seinen Spargel dennoch gut verkaufen will, muss die Preise senken, doch das ist angesichts des geforderten Mindestlohns kritisch.

Spargelpreise an die steigenden Löhne angepasst

Bernd-Dieter Krüger hat in diesem Jahr 13 Erntehelfer aus Polen und Rumänien beschäftigt, die in diesem Jahr einen Stundenlohn von 7,90 Euro bekamen. „Wir müssen die Preise zwangsläufig an die steigenden Löhne anpassen“, sagt der Spargelbauer aus Dorf Zechlin. Er vermutet, dass das die Ursache dafür ist, dass die Kunden Zurückhaltung beim Spargelkauf geübt haben. Ich habe etwa fünf Prozent weniger Spargel verkauft als im Vorjahr.“

Bernd-Dieter Krüger befürchtet, dass die Tendenz auch in den kommenden Jahren so aussehen wird, denn ab Januar 2017 müssen in der Landwirtschaft 8,60 Euro gezahlt werden und ab November 2017 sind es dann 9,10 Euro.

So wie Bernd-Dieter Krüger haben es viele Spargelbauern erfahren. Die Agrarmarkt- InformarionsGesellschaft, die bundesweit die Spargelpreise beobachtet, stellte fest, dass der Preis mit 7,20 Euro pro Kilogramm so hoch lag wie noch nie zuvor. Im Schnitt der vergangenen zehn Jahre lag der Preis bei unter sechs Euro. Die durchschnittlichen Kosten lagen im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent höher.

Von Cornelia Felsch

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