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Ostprignitz-Ruppin Sparkasse baut Wohnungen in der Altstadt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Sparkasse baut Wohnungen in der Altstadt
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02:15 24.04.2017
Zurzeit ist die Ecke August-Bebel- und Schinkelstraße einer der hässlichsten Flecken in der sanierten Neuruppiner Altstadt. Quelle: Reyk Grunow
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Neuruppin

Die Sparkasse Ostprignitz-Ruppin plant eines der größten Wohnungsbauvorhaben der vergangenen Jahre in Neuruppin. Die kommunale Bank will an der Schinkel- und der August-Bebel-Straße 50 bis 60 neuen Mietwohnungen bauen. 2018 könnte der Bau beginnen, ein Jahr später soll der erste Teil bereits fertig sein. Das kündigte Sparkassenvorstand Markus Rück am Freitag gemeinsam mit Landrat Ralf Reinhardt an.

Dass die Sparkasse in Neuruppin bauen muss, ist seit Jahren klar. Als sie 2011 ihre Filiale an der Schinkelstraße sanieren ließ, wurden auch Nebengebäude abgerissen, die nicht mehr benötigt wurden. Die Abrissgenehmigung gab es nur unter einer Auflage: dass die Lücke später wieder bebaut wird. Genau das soll nun passieren.

So stellt sich Sparkassen-Bachfachmann René Fröhlich den Neubau vor. Ein Teil des ehemaligen Mittendrin würde abgerissen werden, das Eckhaus bleibt aber erhalten. Quelle: Sparkasse Ostprignitz-Ruppin

Das Grundstück direkt neben der Filiale gehörte dem Kreditinstitut bereits. Nachdem der Jugendverein Mittendrin 2016 aus dem Gebäude an der Ecke Schinkel- und August-Bebel-Straße ausgezogen ist, hat die Sparkasse auch dieses Haus von der Stadt gekauft. Von der Sparkassenfiliale bis zur Kreuzung und weiter in die August-Bebel-Straße könnte so ein L-förmiges Gebäude entstehen, das Platz für viele Wohnungen bietet. Ein Teil des alten Mittendrin an der Schinkelstraße soll abgerissen werden. Das Eckhaus bleibt aber erhalten und wird integriert. Ralf Reinhardt war das bei der Planung wichtig. „Das ist für die Stadt ein ziemlich prägendes Gebäude“, sagt er.

Lückenbebauung, Wohnungsprojekt und Geldanlage in einem

Die Sparkasse gehört dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Als Landrat ist Reinhardt auch Vorsitzender des Verwaltungsrates und hat sich mit dem Projekt lange beschäftigt. Immerhin geht es um eine Investition von rund sieben Millionen Euro.

Dazu gehört auch der zweite Schritt. In dem will die Sparkasse auch das Grundstück gegenüber dem alten Mittendrin an der August-Bebel-Straße bebauen. Wo jetzt hinter einer Mauer ein Parkplatz liegt, könnte ein viergeschossiges Wohnhaus entstehen. Im Souterrain stellt sich René Fröhlich von der Bauabteilung der Sparkasse die Parkplätze für die Mieter vor; für die ist sonst kein Platz, eine echte Tiefgarage wäre zu aufwändig.

Baufachmann René Fröhlich, Landrat Ralf Reinhardt und Sparkassen-Vorstand Markus Rück (v.l.) stellten das Projekt am Freitag vor. Quelle: Reyk Grunow

„Es ist für uns ja doch ein ungewöhnliches Projekt“, räumt Markus Rück ein. Die Sparkasse wolle den Vermietern in der Region keinesfalls Konkurrenz machen, versichert er. Mit dem Bauvorhaben will sie vor allem ihre Verpflichtung gegenüber der Stadt einlösen.

Außerdem soll das Projekt auch als Geldanlage dienen. Die niedrigen Zinsen machen allen zu schaffen. „Das trifft uns ganz genauso“, sagt Rück. Eine 30-jährige Bundesanleihe würde derzeit etwa 0,9 Prozent Zinsen bringen, rechnet er vor. Da sei der Bau von Wohnungen lu­krativer – auch wenn die Sparkasse familienfreundlich bauen will und Mieten anpeilt, die höchstens den Durchschnittssatz in Neuruppin erreichen sollen. Rück: „Wir sind mit 2,5 Prozent Rendite zufrieden.“ In Immobilien zu investieren, rät die Sparkasse auch ihren Kunden, die eine Geldanlage suchen.

Von Reyk Grunow

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