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Ostprignitz-Ruppin Sparkasse stockt die Hilfe für Senioren auf
Lokales Ostprignitz-Ruppin Sparkasse stockt die Hilfe für Senioren auf
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02:15 02.06.2017
Viele Ältere sind ehrenamtlich tätig: Sie kümmern sich um Kinder, um Senioren, um Reisen und Veranstaltungen. Diese Arbeit soll besser gewürdigt werden. Quelle: DPA
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Neuruppin

Die Überraschung ist Landrat Ralf Reinhardt  (SPD) und Sparkassenvorstand Markus Rück gelungen: Erstmals unterstützt die Sparkasse Ostprignitz-Ruppin den Kreisseniorenbeirat mit 7000 Euro pro Jahr und sagt zudem diese Kooperation auch gleich bis 2019 zu. Bisher gab es einen jährlichen Vertrag, mit 6000 Euro Unterstützung für den Beirat. „Das war wirklich eine super Überraschung“, freute sich Sigrid Schumacher (60).

Beirat kümmert sich um junge Alte und Hochbetagte

Die Chefin des Kreisseniorenbeirates, die aus der Gemeinde Zernitz-Lohm im Amt Neustadt (Dosse) kommt, war am Dienstag nach Neuruppin gelockt worden, weil sie das aktuelle Programm der Kreisseniorenwoche vorstellen sollte. Schließlich wird die Veranstaltungsreihe am 12. Juni eröffnet – und zwar diesmal in Kyritz, weil die Knatterstadt in diesem Jahr ihren 780. Geburtstag feiert. Doch um die Veranstaltungen der Seniorenwoche ging es bei dem Treffen in der Sparkasse nur am Rande. Vielmehr betonten Landrat Reinhardt und Sparkassenchef Rück, wie wichtig ihnen eine gute Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeiräten ist. „Dort finden sich Menschen zusammen, die sich engagieren wollen und die es auch können“, sagte Reinhardt, der als Landrat zugleich Chef des Verwaltungsrates der Sparkasse ist. Dieses Engagement solle gefördert werden. „Der Kreisseniorenbeirat ist der Kitt für eine hohe Lebensqualität im Alter und für ein gesellschaftliches Mitein­ander“, betonte Sparkassenchef Rück.

Sigrid Schumacher, Sparkassenchef Markus Rück und Landrat Ralf Reinhardt (r.) Quelle: Andreas Vogel

Schumacher hörte diese Worte gern. Immerhin wird die Bandbreite der Senioren, um deren Belange sich kreisweit aktuell fünf Beiräte kümmern, immer größer. „Wir haben die jungen Alten, zu denen laut Weltgesundheitsorganisation Menschen ab 55 Jahre gehören, und die Hochbetagten ab 85 Jahre“, so die Beiratschefin. Um so mehr bedauerte sie, dass es in den Ämtern Lindow und Temnitz aktuell keinen Beirat für Senioren gibt. „Da müssen wir noch dran arbeiten.“

Kilometergeld für ehrenamtliche Arbeit möglich

Gleichwohl überwog bei Schumacher am Dienstag die Freude über die Unterstützung durch die Sparkasse. „Das ist besser, als jedes Jahr von der Haushaltslage des Landkreises abhängig zu sein.“ Mit dem Zuschuss der Sparkasse sollen nicht nur Busse bezahlt werden, die Senioren zu speziellen Veranstaltungen bringen, etwa nach Potsdam oder Berlin. Vielmehr sollen damit Beiratsmitglieder auch Kilometergeld erhalten, wenn sie ehrenamtlich in der Region für Senioren unterwegs sind.

Auch Sparkassenvorstand Rück ist zufrieden. „Senioren sind die treuesten Kunden, und trotzdem finden wir manchmal nicht die richtige Sprache für sie.“ Rück setzt darauf, dass es durch die Kooperation mit dem Seniorenbeirat nicht mehr zu Irritationen kommt, wenn die Bank neue Technik ein- oder Filialen umbaut oder diese Irritationen zumindest schnell wieder ausgeräumt werden können. Im vergangenen Jahr ist das beispielsweise gelungen, als die Sparkasse im Sommer ihre Geschäftsstelle in Kyritz-West in eine Selbstbedienungsfiliale ohne Kundenmitarbeiter umgewandelt hat. Die Aufregung darüber in der Knatterstadt war groß. Viele ältere Kyritzer fragten sich, ob sie mit den Automaten zum Geldabheben und für Überweisungen überhaupt zurecht kommen werden. Daraufhin hatte der Seniorenbeirat Kyritz, der sich ebenfalls um Neustadt und Wusterhausen kümmert, kurzerhand eine Informationsveranstaltung organisiert. Bei dieser erklärten Mitarbeiter der Sparkasse den gut 60 Interessierten ausgiebig, wie die Automaten zu bedienen sind. „Diese Brücke der Kommunikation hätte ohne den Seniorenbeirat wohl nicht stattgefunden“, sagte Sparkassenchef Rück.

Ehrenamtskarte: Zu wenig Angebote in der Region

Beiratschefin Schumacher plädierte indes dafür, dass Ehrenamtler, die aufgrund ihre Engagements mit der Ehrenamtskarte von Berlin und Brandenburg ausgezeichnet werden, diese auch in der Region besser für Vergünstigungen bei Museen, Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie bei Gastronomiebetrieben nutzen können. Denn die meisten der 105 Angebote befinden sich in Berlin und Potsdam. In der Region gewähre hingegen lediglich der Tierpark Kuns­terspring für Besitzer der Ehrenamtskarte einen Rabatt, so Schumacher.

Das Land Berlin hat seine Ehrenamtskarte 2011 eingeführt, Brandenburg 2013. In Berlin wurden bislang 7500 Karten ausgeteilt, in Brandenburg 16000. Die Voraussetzung sind mindestens 200 Stunden ehrenamtliche Arbeit pro Jahr.

Von Andreas Vogel

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