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Ostprignitz-Ruppin Sparzwang: Narren wollen Festumzug streichen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Sparzwang: Narren wollen Festumzug streichen
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15:31 21.02.2018
Dezernent Thomas Fengler (M.) hat am Mittwoch im Stadtgarten den Schlüssel fürs Rathaus zurückbekommen. Quelle: Reyk Grunow
Neuruppin

Die Rückabwicklung hat geklappt. Die einen Narren haben den Schlüssel fürs Rathaus erfolgreich „an die anderen Narren“ übergeben, wie es Bernd Breuer, der Chef des Neuruppiner Carnevals-Clubs (NCC) am Mittwochnachmittag im Neuruppiner Stadtgarten unter Beifall formulierte. Neuruppins Sozialdezernent Thomas Fengler nahm den Schlüssel stellvertretend in Empfang. Bürgermeister Jens-Peter Golde war verhindert.

Hundert Gäste hatten sich am Aschermittwoch noch einmal mit einer improvisierten Kelly-Familie, den Mädels von der Showstanztruppe und dem Männerballett vergnügt. Die Seniorenveranstaltung beim Geburtstag des Monats war die letzte offizielle in der 33. Session.

Drei Auftritte gab es in diesem Jahr, auch wenn sich NCC-Chef Bernd Breuer gewünscht hätte, dass es ein paar mehr wären. „Früher sind wir immer noch über die Dörfer gezogen“, erinnert er sich. Heutzutage scheint Karneval weniger gefragt zu sein. Breuer: „Die Kneiper, die einen Saal haben, wollen da nicht ran.“

Bezahlbare Säle sind nicht leicht zu finden

Und ohne Unterstützung ist es schwer für die Neuruppiner Narren. Der Karneval ist nicht nur personell eine enorme Herausforderung – er ist für den Verein auch teuer. So teuer, dass der Vereinsvorstand inzwischen über eine deutliche Veränderung nachdenkt. Möglicherweise wird es 2019 am Sonntag vor Rosenmontag keinen Festumzug durch die Stadt mehr geben.

In diesem Jahr hatte der ohnehin für einigen Frust beim Karnevalsverein gesorgt. Dass die Mitglieder am Montag zum Besenschwingen auf dem Schulplatz anrücken mussten, weil die Stadtverwaltung forderte, das Konfetti selbst zu beseitigen, verstanden viele nicht.

Jeder Umzug kostet den Verein 1000 Euro

Die Entscheidung, den Festumzug zu überdenken, gab es aber schon vorher, sagt Bernd Breuer. Allein aus Kostengründen. Der Verein muss den Fanfarenzug bezahlen, die Fahrzeuge, Kostüme, Gebühren für die Musik und sogar Gebühren, damit er mit dem Umzug überhaupt über den Schulplatz laufen darf. Alles in allem summieren sich die Ausgaben für den Umzug auf rund 1000 Euro, hat der NCC ausgerechnet.

Das Geld dafür spielt der Verein mit anderen Auftritten ein, die er verteilt übers ganze Jahr anbietet. Wer will, kann zum Beispiel die Tanzgruppen für seine Firmenfeier buchen. Der Umzug durch die Innenstadt frisst aber vieles wieder auf. „Und wir als Verein brauchen ihn nicht“, sagt Breuer.

Von Reyk Grunow

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