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Spatenstich für Rettungswache in Neuruppin

Ein Neubau für gut 2,2 Millionen Euro auf der grünen Wiese Spatenstich für Rettungswache in Neuruppin

Jahrelang wurde der Bau einer neuen Rettungswache in Neuruppin geplant. Am Dienstag war endlich Baustart: Bis Ende März 2017 soll die größte, modernste und teuerste Rettungswache in Ostprignitz-Ruppin fertig sein. Die alte Wache in der Neustädter ist zu klein und entspricht nicht mehr den Anforderungen.

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Quelle: Andreas Vogel

Neuruppin. Der Bagger ist schon da. Dennoch griffen Landrat Ralf Reinhardt (SPD), Neuruppins Vize-Bürgermeister Arne Krohn und André Ballast als Vertreter des Rettungsdienstes am Dienstag zu den drei Spaten, um damit symbolisch den Bau der neuen Rettungswache in Neuruppin zu starten. Immerhin war um diese lange gerungen worden – obwohl sich der Kreistag bereits 2013 für das gut zwei Millionen Euro teure Projekt ausgesprochen hatte. Grund: Die alte Wache in der Neustädter Straße ist viel zu klein und entspricht längst nicht mehr den Anforderungen.

Doch die Suche nach einem geeigneten Standort mit einem schnellen Anschluss zur Autobahn und in die anderen drei Himmelsrichtungen gestaltete sich schwierig. Zunächst war von einer Fläche direkt an der Kreisverwaltung in der Neustädter Straße die Rede, dann schwenkte Landrat Reinhardt in Absprache mit dem Neuruppiner Rathaus auf das Areal neben dem großen Angelladen an der Holländer Mühle um.

Doch dazu musste die Stadt erst mal ihren Bebauungsplan für die Fläche ändern. „Der Bau einer Rettungswache wäre da sonst nicht möglich gewesen“, sagte Vize-Bürgermeister Krohn. Für ihn hat „eine moderne Rettungswache eine enorme Bedeutung für die Kreisstadt Neuruppin“. Bis die Wache genutzt werden kann, wird es allerdings noch etwas dauern – aber nicht so lange wie die Planungen, versprach Landrat Reinhardt. Denn diese verzögerten sich nochmals, weil der Kreis das Planungsbüro wechseln musste.

Nach derzeitigem Stand soll die neue Wache nun Ende März 2017 eröffnet werden – fast zwei Jahre später als ursprünglich vorgesehen. „Qualität geht vor Schnelligkeit“, sagte Sven Kluge, Sachgebietsleiter Rettungsschutz. Immerhin soll die Wache, die die größte, modernste und teuerste in Ostprignitz-Ruppin sein wird, wenigstens 40, 50 Jahre halten. Die Wache wird in einer Stahlbeton-Skelett-Bauweise errichtet und aus einer 62 Meter langen Fahrzeughalle mit 13 Stellplätzen sowie einem 31 Meter langen Sozialgebäude bestehen, die mit­einander verbunden sind. „Es gibt kurze Wege für die Einsatzkräfte zu ihren Fahrzeugen und zu den Räumen“, sagte Planer Uwe Willutzki.

Rettungsdienst hatte im vergangenen Jahr 3700 Einsätze

Allein die 55 Mitarbeiter des Rettungsdienstes in Neuruppin, der mit den Wachen in Fehrbellin und Herzberg einen Verbund bildet, haben im vergangenen Jahr 3700 Einsätze gefahren. Hinzu kamen noch 1300 Krankentransporte, sagte Thomas Bruns, der stellvertretende Leiter des Rettungsdienstes. Für den Neubau erhält der Kreis keine Fördermittel. Vielmehr wird die Wache über die Gebühren des Rettungsdienstes finanziert. Deshalb muss der Landkreis das Geld für die Investition vorschießen — und erhält es über eine Laufzeit von etwa 30 Jahren zurück. Allein für die Planungen und den Kauf des Grundstücks hat der Kreis 700 000 Euro ausgegeben. Für die Arbeiten in diesem Jahr werden vermutlich 230 000 Euro fällig, im nächsten Jahr nochmals 1,1 Millionen Euro.

„Wir freuen uns, dass das langwierige Thema Rettungswache endlich umgesetzt werden kann“, sagte Matthias Voth, Geschäftsführer der Pro-Klinik-Holding, zu der auch der Rettungsdienst gehört. Extra für das Foto zum Spatenstich waren fünf Einsatzfahrzeuge auf die grüne Wiese am Bütower Weg beordert worden.

Von Andreas Vogel

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