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Spaziergang durch die Ostprignitz

Sehenswürdigkeiten des Landkreises für den Modellpark in Alt Daber nachgebaut Spaziergang durch die Ostprignitz

Man muss kein Vogel sein, um den Landkreis Ostprignitz-Ruppin von oben erkunden zu können. Im Modellpark Alt Daber bei Wittstock (Ostprignitz-Ruppin) werden Sehenswürdigkeiten der Region im Maßstab 1:25 nachgebaut. Der Park ist noch nicht eröffnet, aber am Tourismustag durfte man schon mal schauen.

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Ein Teil des Kyritzers Marktplatzes wurde von den Modellbauern in Kyritz gefertigt.

Quelle: Madlen Wirtz

Alt Daber. Man muss kein Vogel sein, um den Landkreis Ostprignitz-Ruppin von oben erkunden zu können. Wer die Sehenswürdigkeiten mit einem Blick erfassen möchte, den führt die Reise zum Modellpark nach Alt Daber bei Wittstock. Einen Vorgeschmack auf das, was dort entsteht, gab es jüngst auf dem Tourismustag in Alt Daber. Die Modellbauer vom "Bildungsinstitut Nestor GmbH" aus Wittstock stellten acht Denkmäler im Maßstab 1:25 aus. In dem ansonsten noch kahlen Areal wirkten sie allerdings etwas verloren. Für die Besucher hatte sich trotzdem der Spaziergang durch den Park gelohnt. Denn so schnell wird sich dazu die Gelegenheit erst mal nicht mehr bieten. Die Ausstellungsstücke sind wieder sicher eingelagert.

"Wir wollten die Modelle keinesfalls vor dem Winter rausbringen", sagt der Projektleiter Steffen Strebel. Er hofft, im kommenden Frühjahr die Pforten zum Modellpark öffnen zu können. Von April bis Oktober soll die Besuchersaison dauern.

Vor rund drei Jahren haben die Beschäftigen von Nestor mit der Umsetzung des Projektes begonnen. Eine Freifläche wurde neben dem Daberburg-Ensemble eingezäunt. Wege wurden angelegt. Besucher können von Ort zu Ort zu den jeweiligen Sehenswürdigkeiten im Miniformat gelangen.

Mehr als 20 einzelne Gebäude und mehrere Gebäudekomplexe warten darauf, ihren endgültigen Standplatz zu bekommen. Weitere befinden sich in der Vollendung, darunter die Fretzdorfer Fachwerkkirche. Mit ihrer Entstehung sind die Modellbauer in Wittstock beschäftigt. Der Rohbau ist fertig. Beschäftigte haben daran mit Bleistift die künftigen Arbeitsschritte aufgezeichnet. Schon jetzt ist deutlich zu erkennen, wohin die Fachwerkbalken gehören. Zur Orientierung ziehen die Modellbauer Fotografien zu Rate. "Der Modellbau setzt vor allem handwerkliches Geschick voraus", sagt Steffen Strebel.

Die Teilnehmer in der Maßnahme mit Mehraufwandsentschädigung stammen aus unterschiedlichen Berufen. Nur wenige haben das Glück, erneut dabei zu sein. Die anderen mussten sich erst darauf einstellen. "Am liebsten hätte ich ein paarmal das ganze Zeug in die Ecke schmeißen können", gibt Marcel Berg zu. Der gelernte Einzelhandelskaufmann hat das aber nicht getan. Stattdessen übte er sich in Geduld und entwickelte ein Händchen für die filigrane Arbeit. "Es ist nicht jeder Tag gleich, aber inzwischen macht mir das hier Spaß. Meistens jedenfalls", ergänzt Marcel Berg. Die anderen Teilnehmer nicken zustimmend zu. "Wir sind ein echt super Team", hat Margitta Goluba festgestellt. Trotz ihrer handwerklichen Vorkenntnisse hat sich die Elektronikerin für Kommunikation auch erst einmal in die Machart hineinfinden müssen. "Alles ist reine Handarbeit", sagt sie. Im Modellbau gibt es nichts Passendes, nach dem man so einfach in der Schublade greift‒es sei denn, man hat selbst für genügend Nachschub gesorgt. Die Dachziegelreihen und Feldsteine werden in einem aufwändigen Verfahren aus Kunstharz gegossen. Die Formen dafür sind ebenfalls von Hand angefertigt.

Von Madlen Wirtz

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