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Speedwayfahrer Ulrich Büschke führt beim Europacup

Heiligengrabe Speedwayfahrer Ulrich Büschke führt beim Europacup

Die Speedwaybahn und der Verein MSC Wölfe in Wittstock sind seine Heimat. Ulrich Büschke aus Heiligengrabe startet seit acht Jahren beim Europacup der Amateure in der 4-Ventiler Klasse bei den European Veteran Longtrack Series (EVLS). 2009 wurde er Europameister und derzeit liegt er wieder ganz vorn. Doch im letzten Jahr büßte er beim letzten Rennen den Gesamtsieg ein.

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Jeden Mittwoch trainiert der 52-Jährige auf der Hausbahn, dem „Heidering“ in Wittstock.

Quelle: Christamaria Ruch

Heiligengrabe. Die Saison hat gerade erst begonnen, doch Speedwayfahrer Ulrich Büschke aus Heiligengrabe liegt nach dem zweiten Rennen beim Europacup an der Spitze. Am 11. Juni startete er beim legendären Lauf in Pardubice (Tschechien), siegte dort und holte sich wertvolle 25 Punkte. „Pardubice ist eine Hausnummer“, sagt Büschke. Allein die Atmosphäre im Stadion mit bis zu 5000 Zuschauern setzt einen Adrenalinschub frei.

Der 52-Jährige startet seit 2008 beim Europacup der Amateure in der 4-Ventiler Klasse bei den European Veteran Longtrack Series (EVLS). Das ist die offizielle Bezeichnung für den Europacup der Oldies. Mit Oldies werden die über 40-jährigen Fahrer gemeint. Die Vier-Ventiler Klasse gilt als Königsklasse. In jedem Jahr werden sechs Rennen in mehreren Ländern ausgetragen, bevor unter den 30 Startern der Europameister feststeht. 2009 holte Ulrich Büschke völlig unerwartet seinen ersten Europameistertitel, mischte in den weiteren Jahren immer vorn mit und stand im letzten Jahr als Vizeeuropameister auf dem Treppchen. Damals büßte er jedoch im letzten Rennen den Gesamtsieg ein. Noch auf der Zielgerade stürzte er. Im März wurde er in Ostprignitz-Ruppin erstmals zum Sportler des Jahres gewählt.

Wertvolle Pokale aus Ulrich Büschkes Sammlung

Wertvolle Pokale aus Ulrich Büschkes Sammlung.

Quelle: Christamaria Ruch

„Entweder man kann fahren oder man kann es nicht“, sagt er knapp. Doch damit stapelt er tief. Ein Speedwayfahrer ist zwar immer nah am Limit unterwegs, doch er muss ein bestimmtes Gefühl und Gespür für jede Situation entwickeln. „Beim Lenken in der Kurve fahre ich heute mehr am Limit als vor zehn Jahren“, so Ulrich Büschke. Wer denkt, dass er nun mehr auf Risiko setzt, ist auf dem Holzweg. „Ich beherrsche die Technik heute auch besser und bin reifer geworden“, sagt er. Seine Devise: Immer sicher am Abend eines Rennens nach Hause kommen.

Ulrich Büschke bringt als Speedwayfahrer auch gute physische Voraussetzungen mit: Mit 1,75 Meter Größe ist er eher klein, doch dafür kann er sich beim Rennen gut wegducken. Einmal wöchentlich schnürt er die Laufschuhe und feilt an der Kondition. Von Heiligengrabe läuft er in Richtung Pritzwalk gut 40 Minuten durch den Wald. Wenn er zum Saisonauftakt das erste Mal wieder auf die Maschine steigt, „merke ich zunächst meine Grenzen, denn dann habe ich immer Muskelkater“, räumt er ein.

Ulrich Büschke

Ulrich Büschke .

Quelle: Christamaria Ruch

Mittwoch für Mittwoch fährt er zum Training auf seine Heimbahn, den „Heidering“ in Wittstock. Er ist beim MSC Wölfe Wittstock Mitglied und geht auch für die Wölfe beim Europacup an den Start. „Beim Training absolviere ich immer vier bis fünf Runden, um ausreichend Kraft für die drei Wettkampfrunden zu bekommen.“ Ulrich Büschke weiß: Zu viel Fahren im Training bringt auch nichts. Als Herzstück seiner Speedwaymaschine setzt er auf Giuseppe Marzotto (GM). „Dieser Motor ist filigraner als von Jawa“, so Büschke. Der GM-Motor ist Inbegriff für Schnelligkeit und Standfestigkeit. GM ist Weltmeister auf allen Bahnen. Beim Start schafft es Ulrich Büschke in zwei Sekunden von Tempo Null auf Hundert. „Das ist wie bei der Formel 1“, kommentiert er. Wie im Tunnel befindet er sich kurz vor dem Start. Alles verengt sich bei ihm nur noch auf das Rennen. Er holt immer wieder tief Luft und pumpt noch extra viel Sauerstoff ins Blut. „Das ist super für die Konzentration“, weiß er. Allerdings hatte er am 11. Juni beim Rennen in Pardubice schon so viel Adrenalin vor dem Finallauf freigesetzt, dass er am Start sein Ritual vergaß. Dennoch holte er den Sieg. Nun trennen ihn noch vier Rennen vom Finallauf und dem Gesamtsieg. „Mein Ehrgeiz ist ungebrochen.“

Von Christamaria Ruch

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