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Spektakulärer Freibrand in Rheinsberg

Kunstvolle Feuertaufe beim Töpfermarkt Spektakulärer Freibrand in Rheinsberg

Ein Denkmal für die Keramikstadt: Fünf Künstler formten beim Rheinsberger Töpfermarkt eine riesige Säule – als Geschenk an die Stadt. Nun wurde das 200 Kilo schwere Kunstwerk aus Ton gebrannt – im Ofen Marke Eigenbau und als allererster Freibrand in Brandenburg.

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Konzertierte Aktion: Die Ofenwände werden geöffnet. Mit dabei: Thomas Thunig, Hanno Leischke, Peter Krempel und Jan-Pieter Rau.

Quelle: Regine Buddeke

Rheinsberg. Wenn das kein Denkmal ist! Vor einem Jahr machten sich fünf Aussteller des Rheinsberger Töpfermarktes daran, aus 200 Kilogramm Ton in zwei Tagen eine riesige Skulptur zu bauen: als Geschenk an die Stadt Rheinsberg für deren Verdienste rund um die Keramik. Schon das Drehen war für Reinhard Keitel, Peter Ludwig und Peter Krempel eine Herausforderung – dank umgebauter Riesen-Drehscheibe gelang der Akt. Saskia Schweizer und Claudia Karer mussten zum Bemalen und Glasieren auf die Leiter.

Bis September trocknete die verzierte Säule in den Hallen der Carstens-Keramik, nun kann sie gebrannt werden. Für einen herkömmlichen Brennofen ist das über zwei Meter hohe Kunstwerk zu groß. Vier Töpfermeister bauten daher bereits am Donnerstag vor dem Töpfermarkt einen Freibrand-Ofen um die Säule: aus 200 Schamottesteinen, vier feuerfesten Gittern, 37 Metern Kaolinfaser-Matten und 40 Metern Draht. Angeheizt wurde am Freitagnachmittag. Vier Brenner befeuern den Ofen, auf dass er irgendwann die Temperatur von 1200 Grad erreiche. Der Plan: 28 Stunden später, am Sonnabend um 18 Uhr, wenn der Töpfermarkt schließt, soll der Ofen geöffnet und die glühende Säule enthüllt werden. „Wir sind gespannt“, sagt Thomas Thunig, einer der Keramiker, der den Brennvorgang begleitet. „Jeder Brand ist ein Abenteuer.“

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Über zwei Meter groß ist das Gemeinschaftswerk der fünf Keramiker, die 2014 eine Großplastik für Rheinsberg schufen. Für den öffentlichen Brand unter freiem Himmel musste ein Ofen improvisiert werden, der groß genug war. Die Schaulustigen drängten sich um das Spektakel.

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Rheinsbergs Bürgermeister Jan-Pieter Rau setzt schon einmal den Helm auf, er wird neben den drei „Brandmeistern“ die vierte Wand des Ofens öffnen. Noch ist die Endtemperatur des Ofens nicht erreicht, die Zuschauer drängen sich zunehmend, auch die Feuerwehr bezieht Stellung. Sicher ist sicher. Die Bläser der Kreismusikschule spielen auf, Christel Titze-Manigk moderiert den Werdegang des Kunstwerkes, das nach dem Auskühlen in der Rhinpassage aufgestellt wird. Kurz vor halb sieben ist es soweit: Die Haltedrähte werden gekappt, die Brenner ausgeschaltet. Thomas Thunig, Hanno Leischke, Peter Krempel und Jan-Pieter Rau setzen die hakenbewehrten Stangen an die vier Ofenwände an. Einmal Atem anhalten und nach nur einer Minute steht die Säule in all ihrer glühenden Pracht – Ohs und Ahs tönen aus der Menge. „Eine Prinzessin für die Prinzenstadt“, so nennt es die Landtagsabgeordnete Ulrike Liedtke. „Rheinsberg setzt der Keramik die Krone auf.“

Von Regine Buddeke

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