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Spekulationen um Tierquälerei auf Spielplatz

Tierquälerei in Kyritz Spekulationen um Tierquälerei auf Spielplatz

Dieser Fall hat bundesweit für Empörung und vor allem einen Aufschrei bei Facebook gesorgt. Unbekannte haben am Wochenende in Kyritz (Ostprignitz-Ruppin) eine Katze grausam und äußerst brutal zu Tode gequält. Die Ermittlungen der Polizei laufen.

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Der Kinderspielplatz am Rande des Kyritzer Rosenparks wurde vor einigen Jahren erst gebaut.

Quelle: Matthias Anke

Kyritz. Der am Wochenende bekannt gewordene Fall von brutaler Tierquälerei auf einem Kyritzer Kinderspielplatz macht viele Menschen fassungslos. Nicht nur in der Stadt selbst, sondern bundesweit ist die Aufregung groß. Wütende Äußerungen etwa via Facebook kommen aus allen Ecken des Landes, und sie lassen sich kaum noch zählen. Tenor ist, dass zu einer solchen Tat „nur ein kranker Geist“ fähig sei.

Viele empörte Reaktionen auf Facebook

Vor allem auf Facebook sorgte der Fall der brutalen Tierquälerei für Empörung und blankes Entsetzen.

Am Sonntagnachmittag wurde der Artikel über den Fall auf den Facebook-Seiten der MAZ gepostet und binnen weniger Stunden rund 500 Mal geteilt. So erreichte der Text schnell mehr als 20.000 Menschen.

Viele Leser hinterließen auf Facebook einen Kommentar und äußerten ihr Entsetzen. Einige Kommentare mussten leider gelöscht werden, weil unter anderem dazu aufgefordert wurde, den Tätern das gleiche anzutun wie den Katzen.

Die meisten Kommentare blieben trotz ihrer Emotionalität sachlich. Ein Auszug:

Lisa Pohli: „Was für kranke Menschen!! Wie erbärmlich kann man nur sein?? Was läuft falsch bei denen, dass man einem Tier so etwas antut?!?“

Motti Iff: „Das ist der Moment, in dem einem die Tränen kommen. Schrecklich.“

Christina Klähn: „ (...) Das ist ja schlimm, nein da fehlen einem echt die Worte, wie kann man nur so brutal sein. (...) Ich bekomm (...) Gänsehaut, das ist so furchtbar. (...) Ich hoffe, sie finden den oder die Täter.“

Anna Müller: „Wo führt das hin? Was oder wer wird als nächstes gequält oder sogar getötet? Gab es niemand, der hätte einschreiten können?Die Täter müssen gefasst und bestraft werden!!!!!“

Juliana Schroth: „Diese Menschen ticken mittlerweile tatsächlich nicht mehr richtig, aber das darf kein Freibrief durch psychologische Gutachten werden, dass sie straffrei davon kommen. Strafe muss sein und wenn sie „krank“ sind, dann muss es eine Zwangsmaßnahmen geben, dass sie ihre Medikamente nehmen. Diese Leute mutieren eines Tages zu Amokläufer wie der Fall in Dänemark!“

Kerstin Jürgen: „Wie schrecklich, wie widerlich! So ein Mensch gehört ins Gefängnis oder in die Psychiatrie, sonst macht der weiter und weiter ....“

Torsten Ringel: „Wer Gewalt an Tieren verübt, der schreckt auch nicht vor menschlicher Gewalt zurück. Schrecklich sowas.“

Das Tier ist gegen mehrere Spielgeräte geschlagen worden

Der Polizei hatte sich am Sonnabend ein schreckliches Bild auf dem Spielplatz geboten. Auf den ersten Blick sei es kaum erkennbar gewesen, dass es sich um eine Katze handelte, hieß es aus der Ostprignitz-Ruppiner Polizeiinspektion in Neuruppin. Demnach wurde das Tier offensichtlich teils gehäutet und auf mehrere Spielgeräte geschlagen.

Der Fall beschäftigt jetzt das Kriminalkommissariat in Neuruppin weiter. Spezielle Beamten dafür gebe es jedoch nicht.

Blutspuren am Spiel-Einhorn zeugen von der Burtalität der Täter

Blutspuren am Spiel-Einhorn zeugen von der Burtalität der Täter.

Quelle: Matthias Anke

„Es ereignen sich dafür einfach zu wenige Taten solcher Art“, erklärt Toralf Reinhardt, Sprecher der Polizeidirektion Nord. Er könne sich an nichts Vergleichbares erinnern. Anzeigen wegen Tierquälerei gebe es sonst häufiger nur über Halter, die ihre Tiere misshandeln, jedoch nicht derart massakrieren. Reinhardt spricht daher von einem sogenannten Vergehenstatbestand. Es handele sich um eine Straftat, bei der bis zu drei Jahre Gefängnis drohen.

Viele Spekulationen im Internet – entsetzte Tierschützerin

Doch dazu muss ein Verdächtiger für diese Tat erst ermittelt werden. Womöglich waren an ihr aber auch mehrere Täter beteiligt. Die Spekulationen im Internet darüber reichen weit.

Unklar ist auch, ob es sich um einen weiteren Höhepunkt schlicht von Vandalismus handelt. Voriges Jahr hatte es sich in Kyritz herumgesprochen, dass augenscheinlich Hundekot über die Spielgeräte im Rosenpark verschmiert wurde. Dabei wurde die Anlage erst vor wenigen Jahren neu gebaut.

Entsetzt zeigt sich auch Ilona Paaschen, die in der Region bekannt ist für ihr Engagement im Tierschutz. „Dieser Fall ist in seiner Brutalität außergewöhnlich“, sagt sie.

Von Matthias Anke

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