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Spende für neue Begegnungsstätte in Neuruppin

Hilfe für Flüchtlinge Spende für neue Begegnungsstätte in Neuruppin

Beim gemeinsamen Weihnachtskonzert der Neuruppiner Polizei und Stadtverwaltung sind über 1600 Euro Spenden zusammengekommen. Eine Hälfte davon geht an ein Flüchtlingsprojekt, für das sich zwei Sozialarbeiter der Ruppiner Kliniken einsetzen. Sie wollen ein interkulturelles Café als Begegnungsstätte für Neuruppiner und Flüchtlinge schaffen.

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Sozialarbeiterin Franziska Seidel (l.) erhält die Spende.

Quelle: Luise Fröhlich

Neuruppin. Der Bürgermeister der Fontanestadt, Jens-Peter Golde (Pro Ruppin), und der Leiter der Polizeidirektion Nord, Bernd Halle, haben am Dienstag im Rathaus eine Spende in Höhe von 836 Euro für ein neues Flüchtlingsprojekt übergeben. Das Geld wurde beim gemeinsamen Weihnachtskonzert mit dem Polizeiorchester im Dezember gesammelt. Entgegen genommen hat es die Sozialarbeiterin der Flüchtlingsunterkunft in Treskow, Franziska Seidel. Mit der Spende soll ein neues interkulturelles Café in Neuruppin ausgestattet werden, für das derzeit noch ein passender Raum gesucht wird.

Insgesamt sind beim diesjährigen Weihnachtskonzert mit dem Landespolizeiorchester Brandenburg in der Neuruppiner Pfarrkirche Anfang Dezember 1672 Euro gesammelt worden. Die eine Hälfte davon fließt in den Martin-Heinze-Fonds, der die Betreuung von Polizisten und deren Angehöriger unterstützt, wenn diese im Arbeitsalltag zu Schaden kommen. „Die andere Hälfte wollten wir unbedingt wieder einem Flüchtlingsprojekt zukommen lassen“, sagte Bernd Halle. Im vergangenen Jahr wurden die Trikots für ein internationales Fußballturnier von dem Geld bezahlt.

Franziska Seidel setzt sich derzeit gemeinsam mit ihrem Kollegen Moritz von Hammerstein, der ebenfalls Sozialarbeiter an den Ruppiner Kliniken ist, für das interkulturelle Café in Neuruppin ein. Sobald ein geeigneter Ort dafür gefunden ist, wollen sie von der Spende die Inneneinrichtung bezahlen. Zur Debatte steht ein Raum im Erdgeschoss des Jugend- und Freizeitzentrums (JFZ), noch ist aber nicht klar, ob das Café wirklich dort einziehen wird. Vorteile hätte es, wie Moritz von Hammerstein erklärt: „Das Café soll eine Begegnungsstätte sein. Von daher bietet sich das JFZ an, weil die Neuruppiner, die sowieso dort hinkommen, leicht mit den Flüchtlingen ins Gespräch kommen können.“ Schwierig sei allerdings, dass der Raum am Wochenende auch anderweitig vom JFZ genutzt werden würde, so Franziska Seidel. Dennoch sei es wichtig, dass den Bewohnern ein Platz außerhalb vom Heim geboten wird. „Die meisten gehen vormittags zum Deutschkurs und haben danach Freizeit“, sagte die Sozialarbeiterin, die in Treskow 220 Flüchtlinge aus 20 Nationen betreut.

Im Café soll es eine Spielecke für die Kinder geben und für die Erwachsenen ein Angebot an Kuchen und Kaffee, das nicht zu teuer ist. Ideal wäre aus Sicht der Sozialarbeiter ein Raum in der Bilderbogenpassage. „Wenn wir die Menschen hier ins Zentrum locken, können wir auch einer Ghettoisierung vorbeugen“, sagte Bürgermeister Golde. Die Strecke von den Heimen in die Stadt würden die Neuankömmlinge mittlerweile gut mit dem Fahrrad oder dem Bus bewältigen, so Franziska Seidel.

Von Luise Fröhlich

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