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Spendenlauf unterwandert Neonazi-Demo

Blöd gelaufen Spendenlauf unterwandert Neonazi-Demo

Das nennt man blöd gelaufen: Neonazis sind am Sonntag durch Wittstock (Ostprignitz-Ruppin) gelaufen und haben dabei unfreiwillig Spenden für Pro Asyl gesammelt. Schuld daran war die clevere Idee des Bürgerbündnis „Wittstock bekennt Farbe“. Und die Neonazis mussten noch mit einer weiteren Pleite leben.

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Quelle: dpa

Wittstock. Der erste Wittstocker Spendenlauf des Bürgerbündnisses war ein voller Erfolg. „Insgesamt wurden 2584,17 Euro für Pro Asyl gespendet“, sagte Matthias Puppe, der Sprecher des Bündnisses „Wittstock bekennt Farbe“, das aus Bürgern, Vetretern der Stadt, Polizei und anderen Institutionen besteht.

Rechtsradikale hatten für Sonntag zu einem Fackelmarsch aufgerufen. Das Bündnis „Wittstock bekennt Farbe“ nahm diese Demonstration zum Anlass, den Marsch der Rechtsextremen zu einem Spendenlauf zu Gunsten der Menschenrechtsorganisation „Pro Asyl“ umzufunktionieren. Für jeden von den Rechtsextremen gelaufenen Meter wurden im Vorfeld sowie auf dem Wittstocker Weihnachtsmarkt Spenden gesammelt.

So lief der Spendenlauf

Am Dosseteich, dem Ausgangspunkt der Nazi-Demo, wurden ein Start- und ein Zielbanner des Kreissportbundes angebracht. Am Nachmittag des 2. Advent liefen dann die Rechtsextremen auf ihrem angekündigten Fackelmarsch durch Wittstock – allerdings ohne Fackeln.

Gleichzeitig wurden auf dem Weihnachtsmarkt die Besucher über die Spendenaktion informiert. Als die Rechtsextremen gegen 18 Uhr ihren Zielpunkt erreicht hatten, konnte das Ergebnis dieses Spendenlaufs zeitgleich auf der Bühne des Weihnachtsmarktes von Bündnismitgliedern bekannt gegeben werden.

Neonazis über Spenden in Kenntnis gesetzt

Zusätzlich wurden an verschiedenen Punkten entlang der Demonstrationsstrecke auch die Rechtsextremen über den Stand der Spenden für Pro Asyl in Kenntnis gesetzt. „Die Mitstreiter des Bürgerbündnisses danken allen, die mit ihrer Spende ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und Fremdenhass gesetzt haben“, sagte Bündnissprecher Matthias Puppe.

Von MAZonline

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