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Sperren sollen Biber abhalten

Sieversdorf Sperren sollen Biber abhalten

Im Amt Neustadt werden jetzt bauliche Veränderungen am Weg zwischen Sieversdorf und Goldbeck vorbereitet. Sie sollen die Biber davon abhalten, die Böschung weiterhin als Höhlenbaugelände zu nutzen. Welcher Aufwand für die Reparatur der beschädigten Straße notwendig wird, ist immer noch nicht ganz klar.

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Ihm soll das Graben unter Straßen erschwert werden.

Quelle: dpa

Sieversdorf. Biber machen keine Sommerpause – sehr zum Leidwesen von Kommunen wie Sieversdorf-Hohenofen und auch Zernitz-Lohm. Nach wie vor lassen die Tiere am Goldbecker Weg ihrem Bautrieb freien Lauf. Die Straße gilt längst nicht mehr als verkehrssicher und ist gesperrt.

Hinter den Kulissen wird aber fieberhaft Abhilfe gesucht. „Wir haben unsere Hausaufgaben so weit gemacht“, sagt Daniel Bloch vom Bauamt der Neustädter Amtsverwaltung. Gemeinsam mit dem Wasser- und Bodenverband „Dosse-Jäglitz“ habe man inzwischen Ausschreibungen vorbereitet: vor allem für die Sicherung der Böschung gegen weitere Biberaktivitäten. Wenn dafür erst einmal Angebote eingehen, ließen sich auch die Kosten besser beziffern, so Bloch. Die Böschung habe auch deshalb Priorität, weil zumindest dafür Aussicht auf einen 50-prozentigen Baukostenzuschuss vom Land besteht. Woher der Rest des Geldes kommen soll, ist momentan allerdings noch unklar.

100 Biberlöcher im Damm gefunden

Zugleich böten Arbeiten an der Böschung Gelegenheit, den Straßenkörper genauer zu untersuchen. „Dann können wir vielleicht klären, wie groß die Schäden wirklich sind“, sagt Daniel Bloch. Bei bisherigen Untersuchungen hatte man an die 100 Biberlöcher im Damm gefunden. Wie weit die Gänge im Einzelnen führen, lässt sich aber noch nicht sagen.

Auch um den Bohlweg in Richtung Schwarzwasser macht man sich in Sieversdorf Sorgen. Auf einem etwa 700 Meter langen Teilstück haben sich Schäden am Pflaster gezeigt. Dort ist ebenfalls der Biber aktiv – wenn auch bisher nicht im selben Ausmaß wie am Goldbecker Weg. In den vergangenen Monaten hat der Wasser- und Bodenverband den Pegel im angrenzenden Graben gezielt abgesenkt. „Vielleicht haben wir die Biber dadurch etwas vergrämt“, hofft Daniel Bloch.

Von Alexander Beckmann

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