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Spielplatz-Streit unter Stadtverordneten

Rheinsberg Spielplatz-Streit unter Stadtverordneten

Mehrfach schon gab es Verzögerungen bei der Entwicklung des neuen Spielplatzes in Rheinsberg. Weil es jetzt wieder zu haken scheint, kriegten sich die Stadtvertreter wegen der Fläche zum Austoben in die Haare.

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Der 100 000 Euro-Spielplatz wird aus der Stadtsanierung finanziert. Klar, dass der Denkmalschutz da mit entscheidet.

Quelle: Foto: Aniol

Rheinsberg. Die Stadt Rheinsberg will es sich mit dem Denkmalschutz bei den Plänen für den neuen Spielplatz in der Rhinstraße offensichtlich nicht verscherzen. Das ist aus den Antworten des Bürgermeisters Jan-Pieter Rau in der Stadtverordnetenversammlung deutlich geworden – und dass die Verhandlungen mit der Behörde wohl nicht ganz ohne sind.

An welcher Stelle es denn bei dem Unterfangen hakt, das wollte die Fraktion BVB/Freie Wähler/FDP wissen. Der Grund der Nachfrage: Eigentlich sollte die Abstimmung bereits abgeschlossen sein – ist sie aber nicht. „Das Projekt ist dadurch schon wieder in Verzug“, kritisierte Petra Pape von BVB/Freie Wähler. Was das Problem ist, wollte der Bürgermeister dennoch nicht verraten. Er sagte nur, dass es um die Begrenzung des Spielplatzes geht. Und dass die Vorstellungen der Denkmalpflege und der Stadt an diesem Punkt wohl auseinandergehen. „Die Behörde hat da ein gehöriges Wörtchen mitzureden“, so Rau. Er deutete an, dass das Hinausposaunen der Differenzen die Gespräche nicht vereinfachen werde. „So kann man eine gute Zusammenarbeit torpedieren.“ Er warf der Fraktion vor, dass sie nur auf einen solchen Misserfolg warte, um am Ende sagen zu können: „Seht mal, haben wir doch gewusst, es klappt nicht“, so Rau.

Fraktionschef Frank-Rudi Schwochow wollte sich den Schuh nicht anziehen. Er verstehe nicht, warum der Rathauschef an diesem Punkt zum persönlichen Angriff übergeht. „Das macht man nur, wenn in der Sache etwas nicht stimmt.“ Seine Fraktion wolle doch nur in die Details der Verwaltungsarbeit eingeweiht werden – und habe auch ein Anrecht darauf. „Sie werden doch beteiligt“, entgegnete  SPD-Chef Sven Alisch sichtlich verärgert. So spreche der Ortsbeirat, deren Mitglied Pape ist, hinlänglich über die Spielplatzentwicklung. Da Petra Pape Mitglied des Gremiums ist, müsste sie über die Details informiert sein und diese ihren Kollegen mitteilen. Stattdessen tue die Fraktion, wenn sie das Thema auf die Tagesordnung setzt, so, als sei in der Öffentlichkeit nichts bekannt und als ob ohne sie in der Stadt nichts laufen würde, kritisierte Alisch – und stieß auf Unverständnis bei Pape. Sie habe in Vorbereitung noch einmal in den Protokollen des Ortsbeirats gestöbert – und die letzte Info dazu vor einem Jahr gefunden. Seitdem hat sich sie Situation aber diametral verändert. Damals ging die Stadt davon aus, dass der Spielplatz Anfang 2017 fertig wird. Jetzt sollen die Arbeiten frühestens im Herbst beginnen.

Von Celina Aniol

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