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Sport als Überlebenshilfe

Projekte für Krebspatienten Sport als Überlebenshilfe

Rund 12 000 Euro hat die Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ im vergangene September in Neuruppin eingebracht. Das Geld kommt Sportprojekten für Menschen mit Krebs zugute. Sport ist genauso wichtig wie Medikamente, sagen Fachleute.

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Fast hundert Mannschaften waren Anfang September bei der achten Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ in Neuruppin gestartet.

Quelle: Andreas Vogel

Neuruppin. Für die Psyche ist Sport wichtig, für das Wohlbefinden, für das Überleben. Die Bedeutung von Sport und Bewegung für Menschen mit Krebs wird schon lange beobachtet. Wirklich wissenschaftlich belegt ist die Wirkung aber erst seit einigen Jahren. Erst nach und nach wird klar, wie wichtig Sport wirklich ist und warum. „Sport hilft, die Überlebenszeit von Patienten zu verbessern“, sagt André Buchali, Chefarzt an den Ruppiner Kliniken. Sport sei oft genauso wichtig wie Medikamente. „Sport ist vielleicht wichtiger als manche Pseudo-Innovation in der Chemotherapie.“

Für Buchali und seine Helfer ist das Motivation, sich jedes Jahr wieder für die große Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ zu engagieren.

Knapp hundert Boote sind im September vor dem Neuruppiner Bollwerk zum Wettrennen gestartet, organisiert von der Stiftung „Leben mit Krebs“ in enger Zusammenarbeit mit dem Neuruppiner Ruderverein und den Ruderern aus Alt Ruppin. 12 000 Euro hat die Regatta gebracht – Geld, das in Sportprojekte für Menschen mit Krebs fließen wird. Klaus Möller von der Stiftung „Leben mit Krebs“ überreichte am Donnerstag in Neuruppin einen Scheck an André Buchali als Vorsitzenden des Vereins Onkologischer Schwerpunkt Brandenburg/Nordwest.

Der Verein kümmert sich seit Jahren um Sportangebote für Krebspatienten: zurzeit um drei Projekte in den Kreisen Ostprignitz-Ruppin, Prignitz und Oberhavel. Die Spenden aus der Regatta sind wichtig, um die Projekte am Leben halten zu können. Mehr als 550 Patienten haben in den vergangenen Jahren schon davon profitiert.

Seit zehn Jahren organisiert die Stiftung solche Regatten in Deutschland. Neuruppin ist seit acht Jahren dabei – und so erfolgreich wie kaum eine andere der 19 Teilnehmerstädte. Die Regatta läuft hier so gut, dass die Rudervereine mit Training und Vorbereitung an ihre Grenzen stoßen. Trotz der großen Belastung soll das Rennen aber auch 2016 wieder stattfinden.

Möller dankte am Donnerstag allen für ihren großen Einsatz. Er mahnte aber auch, dass die Benefizregatten alleine nicht reichen, die Sportprojekte zu finanzieren. Viele Sponsoren werden zusätzlich gebraucht. In Neuruppin besonders viele – 2015 sind die Einnahmen von Sponsoren leider zurückgegangen. Für die Sportprojekte ist das fatal. Die meisten fangen nach langer Startphase gerade an, gut zu laufen.

Von Reyk Grunow

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