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Ostprignitz-Ruppin Sportgruppe treibt seit 19 Jahren Aerobic
Lokales Ostprignitz-Ruppin Sportgruppe treibt seit 19 Jahren Aerobic
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13:38 21.02.2017
Sewekow hat magnetische Wirkung: Zur Sportgruppe kommen Frauen aus allen Himmelsrichtungen.
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Sewekow

Zickenalarm? Weit gefehlt. Auch wenn bis zu 20 Frauen Montag für Montag in der Max-Schmeling-Halle in Sewekow gemeinsam Sport treiben, herrscht ein entspanntes Klima. „Wir haben gar keine Zeit für Unstimmigkeiten, denn es gibt jede Woche ein straffes Programm“, sagt Übungsleiterin Manuela Röhl.

Wer den Namen Frauensportgruppe hört, ahnt kaum, welch schweißtreibende Angelegenheit in Sewekow dahinter steht. Alle sind diszipliniert, konzentriert und ehrgeizig. Und stellen sich dem gut 90-minütigen Fitnessprogramm. Pausen gibt es keine, zwischendurch greifen sie nur kurz zum Erfrischungsgetränk. In einer Altersspanne von 31 bis 64 Jahren eint die Frauen die Begeisterung, immer wieder nach Feierabend den inneren Schweinehund zu überlisten. „Wenn ich mich bewege, bekommt mir das auch gut“, sagt Heidi Schäfer. Sie ist von Anfang an dabei.

Harter Kern bleibt bei der Stange

Wohlbemerkt: Die Gruppe besteht seit 19 Jahren, gehörte zum Sportverein Sewekow und ist mittlerweile eine Sparte des örtlichen Heimatvereins. Der Ursprung für die sportliche Fitness liegt in Berlinchen. Von 1998 bis 2006 traf sich dort eine Schar von Sportbegeisterten. Claudia Fester leitete jahrelang die Gruppe, bevor Manuela Röhl in ihre Fußstapfen trat. 2007 wechselte die Gruppe nach Sewekow in die gerade fertig gestellte Max-Schmeling-Halle. Auch wenn immer wieder ein Wechsel zu beobachten ist, bleibt dennoch ein harter Kern bei der Stange. Manuela Röhl ist ebenfalls eine Frau der ersten Stunde: „Sport begleitet mich mein ganzes Leben und mein Ziel war, mal eine Gruppe zu übernehmen. Aber ich hatte immer zu viel Respekt davor.“

Immer im Blick von Max Schmeling: Manuela Röhl. Quelle: Christamaria Ruch

Von Anfang an steht Aerobic bei der Sportgruppe auf dem Programm. Bei diesem dynamischen Fitnesstraining stehen rhythmische Bewegungen, Ausdauer und Koordination in einem Wechselspiel. In einer perfekt inszenierten Choreografie zeigen die Frauen Gymnastik- und Tanzelemente. Dabei profitieren die klassischen Problemzonen Bauch, Beine, Po genauso von Aerobic wie das seelische Gleichgewicht. „Mich hat von Anfang fasziniert, wie Claudia Fester die nahtlosen Übergänge zwischen den Schrittfolgen und Blöcken arrangierte“, erinnert sich Manuela Röhl. Diese Faszination ging so weit, dass sich Röhl nie hätte vorstellen können, mal selbst die Gruppe zu leiten. „Ich hatte Angst davor und schlaflose Nächte“, räumt sie ein. Doch der Tag X liegt schon mehr als zehn Jahre zurück. Geblieben ist ihr Anspruch, Sport auf hohem Niveau zu treiben. Und das wirkt ansteckend.

Straffes und gutes Programm

Kaum trudeln die Frauen kurz vor 19 Uhr in der Halle ein, nimmt jede an ihrem festen Platz Aufstellung. Schon in der Aufwärmphase geraten Außenstehende in Erstaunen, denn schon jetzt ist das Tempo der Schrittfolgen und Blöcke atemberaubend. „Das ist nur der Anfang“, sagt Heidi Schäfer. Ein Grundgerüst aus Hauptschritten zieht sich wie ein roter Faden durch den ganzen Abend. Dann legt Manuela Röhl eine Schippe drauf und erhöht spürbar das Tempo. „Das Gehirn wird nebenbei auch gut geschult, denn Arme und Füße folgen verschiedenen Abläufen“, sagt Schäfer. Doch damit nicht genug: Kaum sitzt die Choreografie, folgen mit dem „Marsch auf rechts und links“ weitere Herausforderungen. Dabei legt die Gruppe die Choreografie spiegelbildlich aufs Parkett. Auch das bringt die grauen Zellen ordentlich in Wallung.

Flottes Tempo, gute Kondition: Die Frauen legen sich schon bei der Erwärmung ins Zeug. Quelle: Christamaria Ruch

Die Sportgruppe genießt weit über Sewekow hinaus einen guten Ruf. Mittlerweile reihen sich Frauen aus allen Himmelsrichtungen ein. Sie kommen aus den Dörfern der Umgebung sowie einige Frauen auch aus Mecklenburg. Anne Tiedt aus Retzow und Sandra Liebnow aus Vipperow sind schon mehrere Jahre von der Partie. „Ich hatte das von einer Bekannten gehört“, sagt Liebenow. „Das ist ein straffes, aber gutes Programm. Zuerst kommt eine Tanzchoreografie und dann das Muskeltraining“, sagt Anne Tiedt. Marion Bisanz aus Berlinchen ist wie Manuela Röhl und Heidi Schäfer ein Urgestein der Sportgruppe: „Das ist immer ein guter Ausgleich zur Arbeit und macht mir seit 19 Jahren Spaß.“

Von Christamaria Ruch

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