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Sportkonzept für die Prinzenstädter

Rheinsberg Sportkonzept für die Prinzenstädter

Die Rheinsberger wünschen sich mehr Angebote bei den Trendsportarten, beleuchtete Wege zum Joggen und mehr Sportangebote für Frauen. Das ist ein vorläufiges Ergebnis des neuen Sportentwicklungsplans für die Region Nord, an dem derzeit gearbeitet wird.

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Mit dem Swimrun ist eine neue Trendsportart in Rheinsberg angekommen. Die Rheinsberger wünschen sich mehr Angebote in diese Richtung.

Quelle: Marius Böttcher

Rheinsberg. Das Sportgelände für Vereine und Freizeitsportler im Film ist groß und besticht mit guten Laufwegen, großzügigen und gepflegten Anlagen für jedes Alter und fast jede Sportart. Abends wird das Areal beleuchtet, damit auch die arbeitende Bevölkerung in der dunklen Jahreszeit mal eine Runde Tennis spielen oder joggen kann. Computergesteuerte Elemente verführen die jüngere Generation dazu, sich zu bewegen. All das wird gesäumt von Zuschauertribünen, die nicht nur zum Zuschauen einladen, sondern auch als Treffpunkt dienen können.

Schöne neue Sportwelt – allerdings wird diese in Wolfenbüttel entstehen, wie die Wissenschaftler vom Potsdamer Institut für kommunale Sportentwicklung am Montagabend in Rheinsberg berichten. Sie sollen den Stadtvertretern und ihren Gästen den Entwurf für den neuen, etwa 300 Seiten starken Sportentwicklungsplan der Region Nord vorstellen, zu der neben der Prinzenstadt auch Fürstenberg, Gransee und Zehdenick gehören. Damit es nicht bei trockenen Fakten bleibt, zeigen sie auch den Film. „Es ist eine Zukunftsvision“, sagt Jürgen Rohde, der bei der Konzepterstellung die wissenschaftliche Leitung innehat. Und auch eine Art Ideensammlung für die Rheinsberger, stellt sein Kollege Michael Barsuhn klar. Damit diese sich bei der Gestaltung von Sportarealen vielleicht auch an neue Wege heranwagen – wenn auch im kleineren Maßstab als in der deutlich größeren Stadt Wolfenbüttel.

Konkreter wird es an diesem Abend kaum. Dazu sei es noch zu früh, so die Planer. In etwa zwei Monaten wird es erst eine mit Zahlen untersetzte Handlungsempfehlung für die Prinzenstadt und die anderen Gemeinden geben. Jetzt erklären die Wissenschaftler stattdessen ihre Herangehensweise und die ersten Ergebnisse der Befragungen. Etwa 1350 Menschen in der Region haben Fragebögen mit 36 Fragen zu ihren Sportvorlieben und -bedürfnissen beantwortet. Außerdem haben sich etwa 45 Prozent der Vereine, Schulen und Kitas an der Frageaktion beteiligt. Herausgekommen ist, dass etwa 86 Prozent der Rheinsberger wöchentlich Sport treiben. Das sei deutlich mehr als in der gesamten Region Nord, so Rohde. Wenn man aber genauer hinschaue, zeige sich, dass nur 64 Prozent dieser Gruppe auf mehr als 150 Minuten in der Woche und gar nur 42 Prozent dabei auch ins Schwitzen kommen. Genau diese Zielmarke müsse aber erreicht werden, wenn der Sport auch gesundheitsförderlich sein soll, so der Wissenschaftler. Immerhin: Die Zahlen seien besser als sonst im Schnitt in Deutschland. Herausgekommen ist auch, dass die Rheinsberger sich mehr Trendsportarten und spezielle Angebote für Frauen wünschen. Und dass es mehr beleuchtete Lauf- und Radstrecken geben soll. Es ist durch die Befragung auch deutlich geworden, dass die meisten eher Wege und Radstrecken als Sportstätten zur Sportausübung nutzen. In diese sollten die Rheinsberger deswegen auch vermehrt investieren, so der Stadtverordnete Frank-Rudi Schwochow. Durch das vorliegende Konzept sei nun klar, wo Rheinsberg in Sachen Sport noch Nachholbedarf hat, sagte Stadtvertreter Detlef Pagel. „Alleine werden wir es in der Qualität und dem Umfang aber nicht deichseln“, sagt er in Anknüpfung an den Film. Das bestätigt auch Jan-Pieter Rau. „Es ist eine Herausforderung und es wird ein längerer Weg sein“, so der Bürgermeister. Wie dieser konkret aussehen wird, das werden die Stadtvertreter mit Blick auf die finanziellen Möglichkeiten der Kommune erst nach und nach aushandeln müssen.

Von Celina Aniol

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