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Sportkonzept für vier Kommunen

Rheinsberg Sportkonzept für vier Kommunen

Dass einige Sportstätten in Rheinsberg dringend saniert werden müssen, steht außer Frage. Doch bevor die Stadt mit irgendeiner Frischekur startet, will sie lieber warten, bis das Sportentwicklungskonzept für die Stadt und drei weitere Kommunen fertig ist. Der Bürgermeister geht davon aus, dass das Papier im September vorgestellt wird.

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Nicht nur der Rasen auf dem Rheinsberger Sportplatz soll erneuert werden. Die Stadt will das gesamte Gelände in Angriff nehmen.

Quelle: Celina Aniol

Rheinsberg. Dass der Rheinsberger Sportplatz dringend einer Frischekur bedarf, ist nicht zu leugnen: Das Gelände am Rande der Stadt ist sanierungsbedürftig. Das fängt beim Zaun an, erstreckt sich auf die Tribünen und endet auf der Rasenfläche des Spielfelds. Mit dem Grasteppich wollte der Rheinsberger Fußballverein, der den Platz hauptsächlich nutzt, gern anfangen, und zwar am liebsten noch in diesem Sommer. Doch daraus wird eher nichts, sagt Bürgermeister Jan-Pieter Rau.

In erster Linie geht es dabei ums Geld. Rund 7000 Euro soll die Rasenregeneration kosten. Der Verein will, dass die Stadt als Eigentümerin einen Teil dieser Summe übernimmt. „Wir haben in diesem Jahr dafür aber kein Geld im Haushalt vorgesehen“, wehrt Rau ab. Er geht davon aus, dass die Rasenfläche im Stadion „erst in den nächsten Jahren“ erneuert werden kann – und zwar nicht nur aus finanziellen Gründen. Viel wichtiger ist es aus Sicht des Verwaltungschefs, dass Experten ohnehin gerade dabei sind, für die gesamte Region ein Sportentwicklungskonzept zu erarbeiten. In diesem Papier geht es um alle Sportstätten, die von Schülern, Breiten- und Profisportlern in Rheinsberg, aber auch in Gransee, Zehdenick und Fürstenberg genutzt werden. Im vergangenem Jahr wurden dafür alle Standorte und deren Sanierungsbedarf zusammengetragen. Außerdem wurden mehrere tausend Menschen in der Region befragt, welche Gewohnheiten oder Wünsche sie im Bezug auf ihre Sportaktivitäten haben. Ihre Aussagen werden nun ausgewertet, so Rau. Das Konzept, an dem Sportwissenschaftler und Ingenieure arbeiten, soll im September vorgestellt werden – mit konkreten Empfehlungen, wo welche Spielstätten saniert werden und wo neue Angebote entstehen sollten, wie Vereine gemeindeübergreifend zusammenarbeiten können, um ihre Mitgliederzahlen zu halten, und wie die Kommunen ihre Angebote besser miteinander verzahnen können.

Zumindest bis dahin will Rau keine neuen Projekte an Sportstätten in Angriff nehmen. „Wir sollten die Empfehlungen der Experten abwarten.“ Doch auch danach wird es nicht unbedingt einen Rundumschlag bei Turnhallen und Sportplätzen geben. „Wir werden nicht alles in einem Schwung machen können.“ Vielmehr werde es von der finanziellen Lage der Stadt abhängen, welche Projekte wann erledigt werden. Zudem werde auch dann Sport keine Priorität haben: Ob Kitas saniert, Straßen ausgebaut oder Feuerwehrautos angeschafft werden, das müssen die Stadtvertreter jeweils abwägen, sagt Rau. Immerhin: Wenn die Stadt ein solches Konzept hat, kann sie sich wieder um Fördergeld für Sanierung von Sportstätten bemühen. Denn laut neuen Richtlinien ist das Papier eine Grundvoraussetzung dafür, sich um Hilfe bemühen zu dürfen.

Und Unterstützung braucht Rheinsberg auf jeden Fall. Denn alleine für die Erneuerung und Neugestaltung des Rheinsberger Stadions, das die Stadt bis 2019 auf Vordermann bringen wollte, sind bis zu 750 000 Euro nötig.

Von Celina Aniol

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