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Sportvereine: Linke will Fördergeld verdoppeln

Wusterhausen Sportvereine: Linke will Fördergeld verdoppeln

Weiterhin ist offen, mit wie viel Geld die einzelnen Sportvereine in der Gemeinde Wusterhausen von der Kommune unterstützt werden. Die Linke macht nun einen Vorstoß, die Fördersumme von 5200 auf 10 000 Euro zu erhöhen. Für diesen Vorschlag gab es im Kultur- und Sozialausschuss eine Mehrheit.

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Raffael Eichmann, Vorsitzender des Kultur- und Sozialausschusses der Gemeindevertretung.

Quelle: Wolfgang Hörmann

Wusterhausen. Keine Frage – sie wollen die Sportvereine im Bereich der Großgemeinde finanziell ­unterstützen. Die Gemeindevertreter sind guten Willens, nur fehlt es ihnen bisher an einem Schlüssel, der die halbwegs gerechte Verteilung von relativ bescheidenen 5200 Euro regelt. Für Raffael Eichmann, Vorsitzender des Kultur- und Sozialausschusses, ist es „völlig unbefriedigend, dass wir schon so lange über das Thema diskutieren, ohne zu einem Ergebnis zu kommen“.

„Das Thema“ heißt exakt „Verwendung der Mittel nach der Richtlinie zur Förderung der Sportvereine der Gemeinde Wusterhausen/Dosse für das Jahr 2017“ und ist tatsächlich ein Dauerbrenner. Immerhin wird schon seit November des vergangenen Jahres darüber geredet. Zwischenzeitlich glaubte Bürgermeister Roman Blank eine machbare Variante gefunden zu haben. Er brachte ein Punktesystem ins Gespräch, nach dem – aufgeteilt in verschiedene Kategorien – nachgewiesene gesellschaftliche Aktivitäten wesentlich darüber mitentscheiden sollten, wer wie viel am Ende aus der öffentlichen Schatulle bekommen sollte. Der Plan fand keine Mehrheit. Blank zog seine Vorlage schließlich zurück.

Die Verwaltung legte einen neuen Vorschlag vor

Jetzt gab es einen neuen Anlauf. Der kam wieder aus dem Rathaus und lag dem Kultur- und Sozialausschuss bei seiner Sitzung am vergangenen Dienstag zur Beratung vor. Der Beschlussentwurf in nackten Zahlen liest sich so: Anhand der Mitglieder bis zu 18 Lebensjahren sollen pro Person 10 Euro ausgeschüttet werden, an Erwachsene 3,67 pro Kopf. Das würde der Maßgabe von 2016 entsprechen.

Schon bei den ergebnislos verlaufenden Sitzungen der vergangenen Monate hatte Uwe Tackmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke/Bürgerbündnis Wusterhausen, den seiner Ansicht nach viel zu geringen finanziellen Ansatz bemängelt. Als Konsequenz legte die ­Fraktion nun eigene Anträge zur Beratung vor. Der Kern: Die Summe zur Bezuschussung wird auf 10 000 Euro erhöht. Für Kinder und Jugendliche bis zu 18 Jahren werden pauschal 25 Euro pro Person und Jahr gefördert. Diesen Vorschlägen stimmte der Kultur- und Sozialausschuss nach gut einstündiger Aussprache zu.

Ausschussmitglieder sehen noch Klärungsbedarf

Bei zwei weiteren Punkten sahen die Mitglieder Klärungsbedarf. Sie betreffen zum einen die „einmalige Festbetragsförderung pro Sportverein und Jahr“, in der Höhe abhängig von der Mitgliederzahl. Zum anderen sollen Betriebskosten für Heizöl, Gas, Strom, Wasser in Ansatz gebracht werden können. Diese Ideen möge man in den Fraktionen erst noch einmal diskutieren, so das Gremium.

Zeit dafür ist bis zu seiner nächsten Sitzung am 23. Januar 2018. Damit ist schon klar, dass auch bei der letzten Zusammenkunft der Gemeindevertretung in diesem Jahr am 12. Dezember das Thema „Sportförderung“ nicht abschließend behandelt werden kann. Bisher liegen dafür elf Anträge aus ­Vereinen mit 1015 Mitgliedern vor. Es könnten mehr sein. Raffael ­Eichmann: „Ich bin überrascht vom relativ geringen Interesse an der ­Basis. Schließlich gibt es gut doppelt so viele Vereine in der Gemeinde.“

Von Wolfgang Hörmann

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