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Sportvereinsförderung auf dem Prüfstand

Wusterhausen Sportvereinsförderung auf dem Prüfstand

Nach welchem neuen Modus man die Sportvereine im Gemeindegebiet von Wusterhausen künftig fördern könnte, war Thema im Kultur- und Sozialausschuss. Doch eine Entscheidung darüber musste vertagt werden. Denn der von der Verwaltung vorgelegte Entwurf ließ zu viele Fragen aufkommen. Zunächst soll darüber nun in den Fraktionen debattiert werden.

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Eine so gut besuchte Ausschusssitzung erlebt man nicht alle Tage. Abgesandte von Wusterhausener Vereinen waren willkommen, ihre Meinung zu sagen.

Quelle: Wolfgang Hörmann

Wusterhausen. Die Gemeinde Wusterhausen will künftig ihre Sportvereine nach veränderter Richtlinie fördern. Eine Neufassung, vorgestellt von Jürgen Gottschalk, Leiter Innere Verwaltung, steht derzeit zur Diskussion.

Den Anfang machte am Montagabend der Kultur- und Sozialausschuss. Im Beisein von Vertretern mehrerer Vereine gab es aber am Ende weder ein Veto noch eine Beschlussempfehlung an die Gemeindevertreter. Sie sollten eigentlich am 13. Dezember darüber befinden, damit ab 2017 nach verändertem Muster verfahren werden kann. „Das kommt zu überraschend. Die Vorlage müsste in Ruhe in den Fraktionen beraten werden“, empfahl Wolfgang Kamphausen (Unabhängige Wählergemeinschaft). Oliver Grube (Ländlicher Raum) und Bärbel Hartwig (CDU) schlossen sich der Meinung an.

Text wird als zu schwammig und nicht nachvollziehbar erachtet

Das Abstimmungsergebnis war dann auch keine Überraschung mehr: Der Ausschuss will sich erst bei seiner nächsten Sitzung im kommenden Januar abschließend äußern. Dieses Vertagen hatte auch mit den Meinungsäußerungen der Gäste zu tun. „Zu schwammig“ der Text hieß es da, „nicht nachvollziehbar“ an anderer Stelle. Und darum ging es: Nach dem zur Zeit gültigen Modus ist lediglich die Förderung von Kindern und Jugendlichen festgesetzt. Der Ausschuss befasst sich bisher jährlich mit einer konkreten Summe. Danach gehen jeweils zehn Euro für Kinder und Jugendliche im Alter bis zu 18 Jahren an die Vereine. Der darüber hinaus verfügbare Haushaltsansatz wird mit einem Festbetrag von bis zu vier Euro je erwachsenem Mitglied ausgegeben. Letztgenannte Fördersumme ist in der Richtlinie nicht zwingend vorgesehen. Die Vergabe erfolgt freiwillig.

Die Neufassung fußt neben der bisherigen Pro-Kopf-Stütze für den Nachwuchs auf einem Prämien- beziehungsweise Punktesystem für die Erwachsenen. Die Idee: Wer sich mehr einbringt ins öffentliche Leben, der soll finanziell besser wegkommen als andere. Die Verwaltung verspricht sich von der Veränderung ein breiteres Angebot für jedermann. Am vorgeschlagenen Prämien- und Punktesystem schieden sich aber die Geister. Je mehr Zähler auf dem Zettel, desto dichter am höher ausfallenden Anreiz – das ist der Plan.

Punktesystem warf viele Fragen auf

Nur, wofür es die Prämie gibt, das fand keine Zustimmung. „Beteiligung an Umzügen im Gemeindegebiet“ und außerhalb (je ein Punkt), „Beteiligung an kulturellen Veranstaltungen innerhalb der Großgemeinde“ (2 Punkte), „Hilfsaktionen“ und „Veranstaltungen, die Zivilcourage fördern“ (je 3 Punkte) „Teilnahme an Kulturveranstaltungen“ (4 Zähler), „Durchführung von regionalen/überregionalen Wettkämpfen“ (5 Punkte) und von solchen, „die der breiten Öffentlichkeit zugänglich sind (6 Punkte) warfen viele Fragen auf. Befriedigende Antworten gab es nicht. Deshalb war die Vertagung des Themas die logische Konsequenz.

Einen anderen Beschluss gab es dann aber doch noch. Der Ausschussvorsitzende Raffael Eichmann (Linke) bekam auf eigenen Wunsch hin einen Stellvertreter. Es ist Oliver Grube.

Von Wolfgang Hörmann

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