Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 5 ° wolkig

Navigation:
Sprüh-Aktion gegen Spinner beendet

Ostprignitz-Ruppin Sprüh-Aktion gegen Spinner beendet

Rund 6000 Eichen wurden in Ostprignitz-Ruppin mit so genannten Sprühkanonen mit dem Fraßgift Dipel ES behandelt. Grund: Die giftigen Nesselhaare der Raupen können bei Kontakt zu Haut- und Augenentzündungen sowie zu Atemwegsbeschwerden führen. Doch das Fraßgift vernichtet im Schnitt nur 70 Prozent der Raupen. Ob die restlichen abgesaugt werden, ist offen.

Voriger Artikel
Viele Hindernisse für die Fahrt mit dem Bus
Nächster Artikel
Seuche bei den Bienen

Mit derartigen Sprühkanonen wurde das Fraßgift auf die Eichenblätter gebracht.

Quelle: Andreas Vogel

Neuruppin. Der Sprüheinsatz gegen die haarigen Raupen des Eichenprozessionsspinners in Ostprignitz-Ruppin ist in diesem Jahr beendet. Unklar ist jedoch, ob die Kreisverwaltung einen Hinweis von Experten aufgreift und befallene Eichen zusätzlich noch absaugen lässt. Grund: Mit dem biologischen Fraßgift Dipel ES werden lediglich bis zu 70 Prozent der besprühten Raupen vernichtet.

Ob wieder die Ärzte befragt werden, ist noch unklar

„Wir werden dazu erst mit den Gemeinden reden“, sagte am Montag Mathias Wittmoser, der zuständige Amtsleiter in der Kreisverwaltung Neuruppin. Wann das passieren wird, das ließ Wittmoser offen. Die Behörde hatte wie in den vergangenen Jahren den Einsatz gegen die Raupen, deren Nesselhaare mit winzigen Widerhaken ausgestattet sind und zudem ein Gift enthalten, koordiniert. Unklar ist ebenfalls, ob die Verwaltung wieder Ärzte befragen wird. Im vergangenen Jahr hatten sich in Ostprignitz-Ruppin fast 160 Menschen an ihren Arzt gewandt, weil sie nach dem Kontakt mit den giftigen Nesselhaaren mit Haut- oder Augenentzündungen oder sogar mit Atemwegsbeschwerden zu kämpfen hatten. Bevor Arztpraxen angeschrieben werden, will der Kreis die Sprühaktion erst mit den Ämtern, Städten und Gemeinden auswerten.

Die Forst setzte auf eine Sprühaktion aus der Luft

Klar scheint zu sein, dass es in Ostprignitz-Ruppin keine Region gibt, in der sich die Raupen besonders wohl fühlen. Vielmehr seien diese „überall“ anzutreffen, so Wittmoser – mit einer Ausnahme: Die Stadt Rheinsberg hatte diesmal keinen Bedarf für eine Sprühaktion angemeldet (die MAZ berichtete). Kreisweit wurden in Ostprignitz-Ruppin rund 6000 Eichen auf einer Fläche von 127 Hektar behandelt. Während diese mit sogenannten Sprühkanonen vom Boden aus besprüht wurden, setzte die Forst wieder auf einen Einsatz aus der Luft. Per Hubschrauber wurde im Landkreis eine Fläche von gut 20 Hektar besprüht – knapp acht Hektar im Bereich der Oberförsterei Neuruppin (unter anderem bei Dechtow und Karwe) sowie gut zwölf Hektar im Bereich der Oberförsterei Neustadt (unter anderem bei Heiligengrabe und Zernitz).

Weil der Kreis in diesem Jahr allein auf die Sprühkanonen setzte, hatte sich die Forst diesmal der Aktion des Landesforstbetriebes angeschlossen.

Von Andreas Vogel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg