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Staatsanwalt klagt gemeinschaftlichen Mord an

Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) Staatsanwalt klagt gemeinschaftlichen Mord an

Die zwei Verdächtigen, die einen 54-Jährigen in Radensleben umgebracht haben sollen, sollen wegen gemeinschaftlichen Mordes angeklagt werden. Das Landgericht Neuruppin muss nun entscheiden, ob es die Anklage zulässt. Der Tod des 54-Jährigen, dessen Leiche in einer Mülltonne gefunden wurde, hatte im Sommer 2017 die gesamte Region erschüttert.

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Die Ermittler hatten mehrere Tage zu tun, um den Tatort in Radensleben zu sichern und zu untersuchen.

Quelle: Andreas Vogel

Neuruppin. Die zwei 21 und 36 Jahre alten Männer, die verdächtigt werden, in einem Streit den 54 Jahre alten Jörg S. in Radensleben getötet zu haben, müssen mit langen Freiheitsstrafen rechnen. Denn die Staatsanwaltschaft Neuruppin hat jetzt Anklage wegen gemeinschaftlichen Mordes erhoben, sagte am Montag Oberstaatsanwalt Andreas Pelzer. „Das Landgericht Neuruppin muss nun entscheiden, ob es die Anklage zulässt“, so Pelzer auf MAZ-Nachfrage.

Das hat das Gericht aber noch nicht getan. „Wir haben die Akten noch nicht und können deshalb zu dem Fall nichts sagen“, sagte Gerichtssprecherin Johanna Klühs.

Leiche in einer Mülltonne gefunden

Der Tod des 54-Jährigen hatte im Sommer nicht nur Radensleben, sondern die gesamte Region erschüttert. Denn die arg zugerichtete Leiche des Mannes war nach einem Hinweis in einer Mülltonne gefunden worden, die in der Wohnung des 36-Jährigen stand. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann, der in einem nahe gelegenen Heim wohnte, nach einem Streit in der Wohnung des 36-Jährigen getötet wurde. Demnach hatte er sich dort wohl des Öfteren mit den zwei Männern getroffen, weshalb er zuvor schon mehrfach vom Heim als vermisst gemeldet worden war.

Der 21-Jährige hat bereits gegenüber der Polizei eingeräumt, an der Tat beteiligt gewesen zu sein. Haupttäter soll demnach der 36-Jährige gewesen sein, in dessen Wohnung die Leiche gefunden wurde. Der 36-Jährige schweigt aber weiterhin zu den Vorwürfen. Die Tat, die Mitte September ans Licht kam und vermutlich Ende August verübt worden war, hatte für großes Entsetzen gesorgt – zum einen, weil die Leiche wohl schon mehrere Tage in der Mülltonne in der Wohnung lag, zum anderen, weil sie sowohl Folgen von stumpfer Gewalt als auch zahlreiche Stichwunden aufwies. Welche der Verletzungen schließlich zum Tod führten, das ist bisher offen, ebenso warum es zwischen den drei Männern eigentlich zum Streit kam.

Die zwei Verdächtigen befinden sich in Untersuchungshaft

Die beiden Verdächtigen sitzen seit Mitte September in Untersuchungshaft, der 36-Jährige in der Stadt Brandenburg, der 21-Jährige in der Justizvollzugsanstalt (JVA) in Wulkow.

Mord kann in Deutschland mit lebenslanger Freiheitsstrafe geahndet werden. Möglicherweise kann der 21-jährige Verdächtige aber mit einem geringeren Strafmaß rechnen, da er sich zumindest teilweise zu den Fragen der Ermittler geäußert hat. Wann der Prozess gegen die zwei Männer startet, ist noch völlig offen. Zunächst muss das Landgericht erst einmal die Akten der Neuruppiner Staatsanwaltschaft sichten und bewerten, bevor es festlegt, wann die Verhandlung beginnen wird.

Von Andreas Vogel

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