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Staatsanwaltschaft ermittelt weiter

Untreue-Verdacht in Reha-Klinik Hohenelse Staatsanwaltschaft ermittelt weiter

Hat ein 56-Jähriger Mitarbeiter der Reha-Klinik Hohenelse bei Rheinsberg Maschinen und anderes Material der Klinik für sein privates Unternehmen abgezweigt und die Sache mit gefälschten Rechnungen vertuscht? Die Staatsanwaltschaft ermittelt weiter, will nun auch Zeugen hören. Wenn sich der Untreue-Verdacht bestätigt, wäre es bereits der zweite Fall dieser Art in Hohenelse.

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Die Reha-Klinik in Hohenelse bei Rheinsberg

Quelle: Geisler

Neuruppin. Die Staatsanwaltschaft Neuruppin ermittelt weiterhin gegen einen Mitarbeiter der Reha-Klinik Hohenelse bei Rheinsberg wegen des Verdachts der Untreue. Der 56-Jährige, der aus der Region stammt, soll Maschinen und anderes Material für sein privates Unternehmen abgezweigt und Rechnungen getürkt haben.

Nach einer anonymen Anzeige hatten Ermittler deshalb bereits Mitte September Räume der Reha-Klinik, des dazugehörigen Restaurants sowie auch die Privat- und Geschäftsräume des Verdächtigen untersucht und Akten beschlagnahmt. Gleichwohl ist mit einem Abschluss des Verfahrens nicht so schnell zu rechnen. „Wir haben noch Akten auszuwerten und Zeugen zu vernehmen“, sagte Oberstaatsanwalt Detlef Hommes. Er ließ offen, ob sich der Verdacht der Untreue im Laufe der bisherigen Ermittlungen bestätigt hat oder entkräftet wurde.

Die Deutsche Rentenversicherung, die die direkt am Rheinsberger See gelegene Klinik betreibt, hatte betont, dass sie ein „hohes Interesse“ an der Aufklärung der Vorwürfe habe und deshalb die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft unterstützen wolle. Bei der Reha-Klinik in Hohenelse geht man offenkundig davon aus, dass an den Vorwürfen nichts dran ist: Verwaltungsleiter Dietmar Beling hatte zuletzt darauf verwiesen, dass die Klinikleitung noch vor Ort sei und arbeite (die MAZ berichtete).

Gleichwohl wäre es nicht der erste Fall von Untreue bei der Deutschen Rentenversicherung: Das Landgericht Berlin hat im Februar 2011 eine damals 44-jährige Angestellte verurteilt. Die stellvertretende Teamleiterin hatte zwischen Juni 2009 und April 2010 insgesamt 495 000 Euro veruntreut, um mit der Familie in Ägypten am Roten Meer ein neues Leben beginnen zu können. Außerdem hatte sie zuvor für die zwei Töchter eine Wohnung in Berlin eingerichtet. Nachdem der Versicherung der Schaden aufgefallen war, hatte die Polizei die Frau und ihren Mann im ägyptischen Badeort Sharm El-Sheik verhaftet. Die einstige Angestellte wurde vom Landgericht zu drei Jahren und acht Monaten Gefängnis verurteilt, ihr Mann kam mit einer Bewährungsstrafe von einem Jahr wegen Begünstigung davon.

Von dem veruntreuten Geld hatte die Polizei 280 000 Euro sicher stellen können.

Von Andreas Vogel

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