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Staatssekretär besuchte Allende-Grundschule

Rheinsberg Staatssekretär besuchte Allende-Grundschule

Thomas Drescher, Staatssekretär im Brandenburger Bildungsministerium, war am Mittwoch in Rheinsberg zu Gast. In der Salvador-Allende-Grundschule informierte sich der Beamte über Fortschritte und Schwierigkeiten bei der Integration. Er versprach, dass das Ministerium die Suche nach neuen Lehrern forcieren wird.

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Bildungs-Staatssekretär Thomas Drescher (r.) sprach unter anderem mit Schulleiterin Dorit Pelzer und Bürgermeister Jan-Pieter Rau.

Quelle: Mischa Karth

Rheinsberg. Thomas Drescher, Staatssekretär im Brandenburger Bildungsministerium, hat am Mittwochvormittag die Salvador-Allende-Grundschule in Rheinsberg besucht. Er ließ sich von der Integration geflüchteter Kinder berichten und skizzierte seinerseits die geplanten Vorhaben des Ministeriums – Schwerpunkt soll dabei die Akquise neuer Lehrer bilden.

Wie in vielen anderen Bildungseinrichtungen hierzulande sind die Schülerzahlen der Salvador-Allende-Grundschule seit dem vergangenen Sommer sprunghaft angestiegen. „Wir hatten in den letzten Jahren immer rund 220 Kinder hier, nun sind es 276“, sagte Schulleiterin Dorit Pelzer. Grund ist der Zuzug vieler Flüchtlinge, insbesondere aus Syrien. Die 50 Kinder, die praktisch ohne Deutschkenntnisse an die Schule kamen, stellten die Schulleitung, die 17 Lehrkräfte und den Schulträger vor große Herausforderungen. „Die Situation hat uns letztes Jahr ein bisschen überrollt. Es wäre schon schwierig, wenn 50 deutsche Kinder auf einen Schlag gekommen wären“, sagte Rheinsbergs Bürgermeister Jan-Pieter Rau. Aus Afghanistan, Syrien, Serbien, dem Iran und Tschetschenien stammen die Kinder, die von zwei neu eingestellten Kollegen extra Deutschunterricht bekommen.

Jeden Tag neue Herausforderungen

Die ersten Hürden sind mittlerweile genommen, auch weil der Zustrom Geflüchteter abgeebbt ist. Trotzdem „sind wir jeden Tag aufgerufen, spontan und neu zu entscheiden, was richtig für die Kinder ist“, sagte der stellvertretende Schulleiter Detlef Pagel. Die Kinder aus den Flüchtlingsfamilien entwickelten sich weiter, wodurch sich auch die Fragestellungen verlagerten, so Pagel.

Thomas Drescher hörte sich die Ausführungen geduldig an. „Ich finde toll, dass Sie sich hier in Rheinsberg der Herausforderung stellen, den geflüchteten Kindern ein Obdach und eine schulische Ausbildung zu bieten“, sagte Drescher. Er wisse um die Ansprüche, gerade auch an den Schulträger, was den Raumbedarf angehe.

Ministerium will Lehrersuche intensivieren

Gravierend sei im ganzen Land die Frage, wie – kurzfristig – neue Lehrer gewonnen werden können. Um sie sei inzwischen „ein knallharter Wettbewerb“ entbrannt. Dem Schulamt in Neuruppin bescheinigte der Staatssekretär schon jetzt, „ganz rührig“ darin zu sein, Seiteneinsteiger zu finden – doch langfristig dürfte das nicht reichen. An finanziellen Ressourcen mangele es nicht, so Drescher, sondern schlicht an Bewerbern.

Neben einer Smartphone-App, die die Bewerbung für Interessenten vereinfachen soll, will man im Ministerium nun die „Fühler nach Polen ausstrecken“, sagte Drescher. Er betonte: „Am Geld soll es nicht scheitern. Wir als Land sind in der Verantwortung, zusammen mit den engagierten Schulträgern in den nächsten 20 Jahren die Attraktivität der Bildungsstandorte zu halten beziehungsweise noch zu steigern.“

Von Mischa Karth

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