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Ostprignitz-Ruppin Stadt bittet um Hilfe fürs Freibad
Lokales Ostprignitz-Ruppin Stadt bittet um Hilfe fürs Freibad
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00:17 15.10.2016
2014 gab es letztmalig Badespaß in Neustadt. Quelle: Matthias Anke
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Neustadt

Die Stadt Neustadt will den Betrieb ihres Freibades nach Möglichkeit an das Amt Neustadt übertragen. Einstimmig fassten die Stadtverordneten am Montag einen entsprechenden Beschluss.

Hintergrund ist die anstehende Umgestaltung des seit 2015 geschlossenen Bades. Gut 500 000 Euro sind dafür veranschlagt, von denen die Kommune 126 000 Euro selbst aufbringen müsste. Dazu sieht sich Neustadt angesichts seiner nach wie vor äußerst prekären Haushaltslage aber außer Stande.

Die bei der Kreisverwaltung ansässige Kommunalaufsicht empfiehlt daher, den Betrieb des Bades und damit auch die geplante Sanierung an das Amt und damit an alle Amtsgemeinden zu übertragen. Schließlich werde das Freibad in nicht unerheblichem Maße von den Bürgern umliegender Kommunen sowie von Kitas und für den Schulsport genutzt.

Der Übertragung ans Amt müssten nicht einmal sämtliche Gemeinden zustimmen. Laut Kommunalverfassung reicht es aus, wenn mindestens zwei betroffene Kommunen die Übernahme einer Aufgabe durch das Amt fordern. Ein Beschluss des Amtsausschusses wäre nicht notwendig. „Wir brauchen jetzt einfach eine zweite Gemeinde, die daran denkt, wer wo schwimmen geht, was zum Schulsport dazugehört und so weiter“, sagte Neustadts Bürgermeisterin Sabine Ehrlich.

Das könnte sich einfacher anhören, als es ist. Schon 2014 war Neustadt mit einem ähnlichen Ansinnen bei seinen Nachbarkommunen abgeblitzt. Das 1998 eröffnete Bad hatte sich in den vergangenen Jahren immer mehr zum Groschengrab entwickelt. 2013 belief sich der jährliche kommunale Betriebskostenzuschuss auf rund 135 000 Euro. Nicht zuletzt der ständig wachsende Reparaturbedarf trieb die Kosten nach oben. Zuletzt musste die Kommune faktisch regelmäßig zu Saisonstart fünfstellige Summen aufwenden, um das Bad überhaupt eröffnen zu können. Hinzu kam der allgemein recht hohe Aufwand für den technischen Betrieb. Ende 2014 zog Neustadt schließlich die Notbremse: Bis eine finanzierbare Lösung gefunden sei, sollte das Bad geschlossen bleiben.

Nun liegt ein Sanierungskonzept vor. Für rund 500 000 Euro soll die Anlage so umgestaltet werden, dass sie sich ab der Saison 2018 deutlich kostengünstiger betreiben lässt. Kalkulationen der Amtsverwaltung nennen einen jährlichen Zuschussbedarf von nur noch etwa 70 000 Euro. Das entspräche in etwa einer Halbierung der bisherigen Kosten.

Ob das andere Kommunen im Amt zum Mitziehen bewegen kann, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

Von Alexander Beckmann

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