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Ostprignitz-Ruppin Stadt feiert 800-Jahr-Feier mit Riesenumzug
Lokales Ostprignitz-Ruppin Stadt feiert 800-Jahr-Feier mit Riesenumzug
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00:18 21.06.2017
Dichtgesäumte Straßenränder vom Postplatz bis zum Kurfürstenplatz – und ein Umzug in 20 Bildern, der sich sehen lassen konnte. Quelle: Regine Buddeke
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Fehrbellin

Samstag Punkt eins knallen drei Kanonensalven durch Fehrbellin – der Startschuss für den großen Festumzug. Es dauert ein Weilchen, bis dieser vom Kirch- zum Postplatz gerollt ist. Die vielen Schaulustigen warten geduldig. „In den Dreißiger Jahren hingen hier mehr Girlanden“, weiß Ulrike Rohrberg, eine der Wartenden, von alten Fotos ihres Großvaters. So lange also gibt es die Fehrbelliner Festtage schon. Und am Wochenende gab es einmal mehr Grund zum Jubel – immerhin feiert das Rhinstädtchen sein 800-jähriges Bestehen. Und was dafür aufgefahren wird, lässt die Girlanden allemal vergessen.

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Die Fehrbelliner Festtage gibt es schon lange. Fehrbellin selbst noch länger. Anlässlich der 800-Jahr-Feier der Stadt war ganz Fehrbellin auf den Beinen und feierte sich und ihren Ort: mit einem extralangen, prächtigen Festumzug und einer dreitägigen Sause samt Partyband und Biwak.

Um 13.30 Uhr wälzt sich der lange Zug am Postplatz vorbei in Richtung Festplatz. Die Organisatoren haben keine Mühe gescheut, nicht nur wie sonst auch alle Vereine der Stadt einzubinden, sondern auch die Gäste der Partnerstadt Dülmen, befreundete Feuerwehren, historische Vereine von überallher, die sonst zur Nachstellung der Schlacht bei Hakenberg Historienflair mitbringen. Denn der Umzug zeigt 800 Jahre Fehrbellin im Zeitraffer – in 20 Bildern wird alles Relevante gezeigt: Vogtsitz und 30-jähriger Krieg, Domänengut und Schlacht bei Fehrbellin, Hohenzollern und Preußen, Torfabbau und Gründung der Adlerapotheke, Napoleonischer Krieg und Sparkassengründung, Grundschule, Kirche und Gericht haben ihre Geschichte wie der Fehrbelliner Sportverein SV 90, Eröffnung von Postamt, Bahnlinie und Tankstelle, die DDR-Zeit und was sonst noch die Stadtgeschichte prägte. Gut 500 Menschen wirkten im Festzug mit, etliche Kanonen, Pferde, Feuerwehren und Oldtimer. „Ich wundere mich, dass überhaupt noch Leute übrig sind, die am Straßenrand stehen“, sagt ein hocherfreuter Ortsvorsteher Jürgen Sternbeck, der mit seinen Helfern bereits im vergangenen Jahr mit der Organisation des Festes startete, welches bereits am Freitagabend mit einem gutbesuchten Konzert des Möhringchors begann.

Erst gegen 14 Uhr war der Zug am Kurfürstenpark angelangt. Dort warteten im Schatten des Kurfürsten schon eine mittelalterliche Musikantentruppe, ein Biwak mit altem Handwerk sowie eine Bühne mit sattem Programm. Während auf der Bühne Schulkinder und Karnevalisten tanzten und sangen, konnte man sich im Biwak Karten legen lassen, altertümliche Gewänder oder Helm, Harnisch, Schwert und Dolch erstehen, dem Messerschmied oder dem Riemenschneider über die Schulter sehen oder der mittelalterlichen Musik von „Spilwut“ lauschen, die in ihren Kostümen sehr authentisch wirkten. Gaukler Friedrich verblüffte mit Jonglage so ungewöhnlicher Objekte wie zweier sogenannten Buugengs, einer Art Doppelbumerang. Das alles kam bei den Besuchern bestens an. „Man sieht richtig, dass das alles mit viel Liebe und Fleiß gemacht wurde“, lobt ein Paar aus Leegebruch den Umzug. „Ein toller Umzug“, schwärmt Marion Polat, während Tochter Nela grade die Armbrust spannt und auf eine Mittelalterburg zielt. Die Ex-Fehrbellinerin wollte es sich nicht nehmen lassen, zu den Festtagen wieder „heim“ zu kommen. Das Fest ist auch vielen anderen Fehrbellinern heilig – zumal am Abend noch ein Konzert stattfindet: zum Freunde treffen und abtanzen.

Von Regine Buddeke

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