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Stadt hilft doch bei Rasenkur im Stadion

Rheinsberg Stadt hilft doch bei Rasenkur im Stadion

Der Antrag kam viel zu spät: Das Geld im Rheinsberger Etat war da schon längst verplant. Deshalb wollte der Bürgermeister eigentlich nicht die Rasenkur im Rheinsberger Stadion finanzieren. Jetzt plädierte er plötzlich dafür – und die Stadtvertreter folgten seinem Votum.

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Quelle: Celina Aniol

Rheinsberg. Eine Rasenkur im Rheinsberger Stadion noch in diesem Sommer? Noch in der vergangenen Woche war der Rheinsberger Bürgermeister Jan-Pieter Rau gegen eine solche Hauruckaktion, die allein aus dem Stadt-Etat finanziert werden sollte – weil das gesamte Areal in naher Zukunft ohnehin erneuert wird, und zwar mit Fördergeld. Vor den Stadtverordneten plädierte der Verwaltungschef am Montag nun für das Projekt, allerdings in einer für die Stadt abgespeckten Version. So soll die Kommune als Eigentümerin der Fläche nach einem Gespräch mit Thomas Graupner, dem Präsidenten des Fußballvereins, dem Pächter des Stadions, nur noch 4000 Euro zuschießen. Den Rest will der Verein doch selbst finanzieren.

Die Kehrtwende habe drei Gründe, so Rau. Zum einen soll der an sich zu spät gestellte Antrag des Vereins auf Unterstützung ausnahmsweise genehmigt werden, weil die Sportler sich vor allem in der Jugendarbeit verdient machen. Zum anderen sei der Spielbetrieb gefährdet, wenn der Rasen nicht unverzüglich regeneriert wird. Das dritte, wohl wichtigste Argument: Rau hat in der Zwischenzeit erfahren, dass es kein Fördergeld für die Erneuerung des Grüns geben wird, weil das keine Neuinvestition, sondern eine reine Unterhaltungsmaßnahme ist.

Die Stadtverordneten begrüßten mehrheitlich die Kursänderung und stimmten für das Projekt, das vom Juni bis August erledigt wird. Nachfragen gab es aber zu den Sanierungsplänen fürs gesamte Stadiongelände. Rau deutete an, dass sie 2018 umgesetzt werden könnten, da die Neugestaltung Teil des Förderprogramms „Soziale Stadt“ ist. Dieses wurde bereits bewilligt. Das heißt, dass die Stadt bei ihren Vorhaben sicher eine Förderung von 50 Prozent erhält. Welche Projekte dabei in Angriff genommen werden, muss die Kommune selbst entscheiden. Und das sei der Knackpunkt, so Rau. Denn die Stadtvertreter müssen sich in den Etat-Debatten für 2018 zu diesem Großprojekt bekennen – dafür aber andere fallenlassen. Er sei sich nicht sicher, ob das passiert. Wie viel die Sanierung der Sportfläche kostet, das wird erst im September der Sportentwicklungsplan zeigen. Zuletzt hieß es, dass 750 000 Euro nötig sind. Aber es gab auch schon Berechnungen, die von zwei Millionen Euro ausgingen. Damals sollte das Gelände allerdings auf WM-Niveau ausgebaut werden, weil Deutschland Gastgeber war und die ukrainische Mannschaft dort stationiert werden sollte.

Von Celina Aniol

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