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Stadt nimmt sich der Zufahrt nach Basdorf an

Basdorf Stadt nimmt sich der Zufahrt nach Basdorf an

Die Zufahrt nach Basdorf ist in einem schlechten Zustand – und das nicht erst seit heute. Jetzt will die Stadt Rheinsberg einen erneuten Versuch wagen, die Sanierung in Angriff zu nehmen. Die Zeichen für das Projekt stehen allerdings alles andere als gut.

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Mitten im Wald ist der kleine Ort Basdorf gelegen. Seine Einwohner sind auf die einzige Straße angewiesen, die zu dem Dorf führt – und diese ist schon lange in einem schlechten Zustand.

Quelle: Celina Aniol

Basdorf. Es ist einer der kleinsten, wenn nicht der kleinste Ort der Mark. Ende 2016 lebten in Basdorf gerade mal 24 Menschen. Und trotzdem: Auch diese wenigen Einwohner haben ein Recht darauf, gut nach Hause zu kommen, findet der Rheinsberger Stadtverordnete Frank-Rudi Schwochow. Das ist schon lange nicht mehr möglich: Seit über einem Jahrzehnt beklagen die Basdorfer den katastrophalen Zustand der einzigen Zufahrtsstraße zu ihrem Dorf. Passiert ist seitdem: nichts.

Das Problem neben den finanziellen Zwängen: Der Basdorfer Damm gehört nicht allein Rheinsberg. Nur ein kleiner Teil des etwa zwei Kilometer langen, gepflasterten Weges durch den Wald ist Eigentum der Kommune. Für den Rest sind Neuruppin und die Forst verantwortlich. Die Folge: Selbst wenn Rheinsberg wollte, dürfte die Kommune die Straße nicht im Alleingang erneuern. Dass diese Grundstücksfragen die Sanierung verhindern, stört Schwochow. Schließlich sei Rheinsberg Miteigentümer – und für die Menschen in der Kommune verantwortlich, die wegen der abgeschnittenen Lage auf Autos, aber auch auf mobile Versorgungsfahrzeuge angewiesen sind.

Das sieht Rheinsbergs Bürgermeister Jan-Pieter Rau ein. Schon in den nächsten Tagen will er sich deshalb vor Ort noch einmal umsehen. Danach soll das Bauamt die anderen Straßeneigentümer kontaktieren. Vorrangiges Ziel sei aber nicht, Flächen zu tauschen, damit die Straße allein Rheinsberg gehört, so Rau. Schließlich habe die Kommune kein Interesse daran, die anderen Parteien aus der Pflicht zu entlassen. Zumal durch Forst-Holztransporter viele Schäden entstehen. Zumindest für die Forst müsste es deshalb auch wichtig sein, den Zustand der Straße zu verbessern. Ob die Stadt Neuruppin, die den Ausbau schon einmal abgelehnt hat, an diesem Punkt ihre Meinung ändert, sei unklar – aber nicht wahrscheinlich. Schnell wird Rheinsberg das Problem also nicht lösen. Zum einen, weil dafür 2017 kein Geld vorgesehen ist und auch in den Folgejahren viele andere Straßen im Gemeindegebiet auf Sanierung warten. Zum anderen, weil der Basdorfer Damm unter Denkmalschutz steht und sich der Ausbau dadurch kompliziert gestaltet. ca

Von Celina Aniol

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