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Ostprignitz-Ruppin Stadt soll Landesmuseumsverband beitreten
Lokales Ostprignitz-Ruppin Stadt soll Landesmuseumsverband beitreten
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00:21 06.11.2017
Ein großer Schritt ist mit dem Heimatvereinshaus geschafft, das eigentliche Projekt lässt auf sich warten. Quelle: Matthias Anke
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Kyritz

Unter den Kyritzer Stadtverordneten wird ab Montag beraten, ob die Stadt Mitglied im Verein „Förderkreis Prignitzer Museen“ sowie im Museumsverband des Landes Brandenburg werden soll. Zunächst beschäftigen sich damit die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaft, Umwelt, Kultur, Tourismus und Städtepartnerschaften. Ihre Sitzung beginnt um 18.30 Uhr im Rathaussaal.

Arbeitsgemeinschaft Museum Klosterviertel

Für den Beitrag von jährlich 60 Euro wäre Kyritz Teil des Landesmuseumsverbandes. Dessen Mitarbeitern ist das Projekt Klosterviertel Kyritz nicht nur bekannt, sie haben es teils mitgestaltet: „Vor allem durch den Einsatz bei der Schaffung geeigneter Maßnahmen zur Entwicklung eines Museums für die Stadt Kyritz und die damit verbundene Initiierung der Arbeitsgemeinschaft Museum Klosterviertel hat sich Frau Dr. Köstering vom Museumsverband verdient gemacht“, heißt es etwa in der von Bürgermeisterin Nora Görke eingereichten Beschlussvorlage.

Ziel sei es nun, die Zusammenarbeit „weiterzuführen und auszuweiten, sowie auch ein fachkundiges Netzwerk zur weiteren Sensibilisierung und Verbreitung des Themas zu bilden“. Bislang zumindest hätten Beschäftigte der Stadtverwaltung vom regelmäßigen Austausch und auch vom Weiterbildungsangebot des Museumsverbandes profitiert.

Kontakt zu Schulen außerhalb der Stadtgrenze

Um Kontakte, Erfahrungsaustausch und gemeinsame Aktionen geht es auch im Verein „Förderkreis Prignitzer Museen“. Jahresbeitrag hier: 50 Euro. Erst vor zwei Jahren gegründet, werden mit ihm erstmals die Interessen der Museen gebündelt, die sich in der Prignitz als Landstrich befinden. Weil darin auch Kyritz als historisch bedeutende Prignitz-Stadt gilt, liege es nahe, dem Förderkreis beizutreten und als Plattform zu nutzen. Als ein Beispiel wird der Kontakt zu Schulen außerhalb der Stadtgrenze genannt. „So wird der Museumsstandort Kyritz mit dem Schwerpunkt Museumspädagogik bereits im Vorfeld gestärkt und erhöht die Bereitschaft der Schulen eine Zusammenarbeit auszubauen, um diese Gruppe vorab als Teilnehmer und künftig als Museumsbesucher zu festigen.“

Bereits vor vier Jahren trat die Stadt einem ähnlichen Netzwerk bei, indem sie Mitglied wurde im damals nur wenige Tage alten Verein „Klosterland“. Seinerzeit gab es Stimmen, die das für verfrüht hielten. Man habe ja noch nichts vorzuweisen, hieß es. Doreen Wolf, seitens der Stadtverwaltung für Tourismus und Stadtmarketing zuständig, verwies darauf, dass andere Orte bei noch weniger erhaltener Bausubstanz im Netzwerk mitmachen.

Die Heimatstube zog bereits um

Seither ist in Kyritz zudem einiges geschehen: Die wichtigsten Beschlüsse zur Bebauung des Areals am früheren Kloster an der Bach-Straße stehen. Die sogenannte „Heimatstube“ zog in dieses Viertel bereits um, und zwar in ein dort neues regelrechtes Heimathaus, gekennzeichnet mit dem Wort „Heimatverein“ über dem Eingang. Zudem arbeitet seit kurzem eine Museumskuratorin für die Stadt. Und gerade in der Vorbereitungszeit seien Netzwerke hilfreich.

Die Kuratorin Susan Hoyer wird in der kommenden Woche beim nächsten Klosterland-Treffen in Berlin dabei sein. Eine solche Jahresversammlung erfolgte 2014 auch schon in Kyritz. Vertreter von Klöstern aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Polen kamen zusammen.

Fördergelder für Klosterland-Projekte

Die Klosterland-Mitgliedschaft lohne sich laut Doreen Wolf längst. „Es sind die Erfahrungen, die man austauscht. Wir werden viel besser wahrgenommen auch von den anderen Orten, in denen das Thema Kloster eine Rolle spielt“, sagt Doreen Wolf. Sie verweist auch auf Fördergelder für Klosterland-Projekte.

All diese positiven Effekte rund ums Thema Stadt- und Klostermuseum Kyritz seien nun erst recht absehbar mit einer Mitgliedschaft auch im Verein „Förderkreis Prignitzer Museen“ und im Brandenburger Landesmuseumsverband.

Von Matthias Anke

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