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Ostprignitz-Ruppin Stadt soll sich um Heide-Wanderweg kümmern
Lokales Ostprignitz-Ruppin Stadt soll sich um Heide-Wanderweg kümmern
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18:34 08.08.2017
Die Heide ist nach wie vor kampfmittelbelastet. Bevor der neue Wanderweg Wirklichkeit werden kann, muss die Munition beräumt werden. Quelle: Peter Geisler
Alt Lutterow

Die Touristensaison verlängern und eine Attraktion mehr für Gäste mit Behinderungen bieten? Das sollte mit der Entwicklung eines neuen Heiderundwegs ab Alt Lutterow verwirklicht werden – und kommt der Stadt Rheinsberg in ihren Bemühungen um die Sicherung ihres Touristenstatus’ gerade für dieses Klientel gut zupass. Im Frühjahr deutete Bürgermeister Jan-Pieter Rau allerdings an, dass es Fragezeichen bei dem Vorzeigeprojekt gibt. Konkret ging es darum, dass die Stadt plötzlich eine Untersuchung zur Bodenbelastung und die Beräumung der munitionskontaminierten Flächen in der Kyritz-Ruppiner Heide finanzieren sollte, bevor die Wanderwegpläne weiterverfolgt werden können. Wie hoch die Kosten dafür sind, war da noch nicht bekannt (die MAZ berichtete).

Jetzt liegt der Stadt eine Schätzung des Landkreises und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben vor, nach der die Kampfmittelbeseitigung in diesem Bereich rund 45 000 Euro kosten soll. Die Stadt geht davon aus, dass ein Teil der Summe über Fördergeld und ein Teil über touristische Unternehmen aus der Region finanziert werden kann. Auch die Kommunale Arbeitsgemeinschaft, der die Anrainerkommunen der Heide angehören, hat finanzielle Hilfe zugesichert. Damit die Suche nach staatlichen Förderern für die Beräumung und Errichtung des Wanderwegs in die Wege geleitet werden kann, müsste die Stadt aber bei dem privat initiierten Projekt die Trägerschaft übernehmen – ohne finanzielle Verpflichtungen. Im Ortsbeirat Flecken Zechlin wird am 16. August erstmals diskutiert, ob das in Frage kommt. Neben den Kosten für die Beräumung soll die Entwicklung des etwa acht Kilometer langen Rundwegs samt Parkplatz, Beschilderung, Rastplatz, einer barrierefreien Aussichtsplattform und Toilette mit rund 95 000 Euro zu Buche schlagen. Die Zahlen stammen aus einer Machbarkeitsstudie von 2015, wurden aber in diesem Jahr aktualisiert. Die Studie wurde von der Unternehmerinitiative Pro Heide erstellt, die nach Möglichkeiten für eine zivile Nutzung des ehemaligen Bombodroms sucht. Die Kreisverwaltung favorisiere das Projekt wegen der geringen Kosten und der ersten barrierefreien Plattform in der Heide, so der Rheinsberger Kämmerer Fred Hofmann. Sie empfehle aber, das Projekt in zwei Abschnitten zu verwirklichen. Dabei sollen die munitionsbelasteten Wege erst im zweiten Schritt erschlossen werden.

Von Celina Aniol

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