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Stadt steckt eine Viertelmillion in marode Straßen

Neuruppin Stadt steckt eine Viertelmillion in marode Straßen

Die Neuruppiner Stadtverwaltung will noch in diesem Jahr beginnen, zwei wichtige Straße in der Stadt zu sanieren: die Fehrbelliner Straße und den Certaldoring. Beide sollen nach und nach eine neue Fahrbahndecke bekommen. Kämmerer Willi Göbke stellt dem Bauamt dafür mehr als eine Viertelmillion Euro zusätzlich zur Verfügung.

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Die Fehrbelliner Straße in Neuruppin soll voraussichtlich ab August in mehreren Abschnitten erneuert werden.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Überraschend will die Stadt Neuruppin in diesem Jahr mit der Sanierung zweier bisher nicht eingeplanter Straßen beginnen. Vorgesehen ist, die löcherigen Fahrbahnen der Fehrbelliner Straße und des Certaldorings zu erneuern. Das kündigte Kämmerer Willi Göbke am Dienstag an.

Seit Jahren ist bekannt, dass beide Straße dringend saniert werden müssen. Neuruppins Tiefbaufachfrau Uta Pirk hatte immer wieder darauf gedrängt. Durch die oberste Schicht der Fehrbelliner Straße ziehen sich seit Langem Risse, die immer größer werden. Der Certaldoring gleicht nur noch einem Flickenteppich, so häufig wurden er ausgebessert. Der Winter hat neue Löcher hinterlassen. Seitdem der Kreisverkehr an der B 167 gesperrt ist, wird die Straße von besonders vielen Autos benutzt; sie ist Teil der offiziellen Umleitungsstrecke.

Sanierung der Straßen wird seit Jahren immer wieder verschoben

Die Sanierung der Fahrbahndecken war in der Vergangenheit von einem Jahr aufs nächste verschoben worden. Uta Pirk hatte mehrfach gewarnt, dass die Verschleißschicht auf der Fahrbahn unbedingt erneuert werden muss; passiert das nicht, können sich die Schäden bis in den Untergrund fortsetzen. Dann muss die gesamte Straße neu gebaut werden, und das kostet ein Vielfaches einer neuen Fahrbahndecke.

Zwar planen die Stadtverordneten im Haushalt jedes Jahr Geld für die Pflege der Straßen ein. Doch das reicht hinten und vorne nicht, heißt es regelmäßig aus dem Baudezernat. 2016 hat Neuruppin für Unterhalt und Reparaturen an seinen Straßen rund 1,8 Millionen Euro ausgegeben – vom Baumschnitt über den Austausch von Verkehrsschildern bis zum Flicken von Schlaglöchern. Neubauvorhaben wie die Friedrich-Engels-Straße sind nicht mitgerechnet.

Neuruppin hat mehr Einnahmen als erwartet

„Wir haben uns jetzt mit dem Tiefbau geeinigt, ein paar zusätzliche Mittel für außerplanmäßige Ausgaben zur Verfügung zu stellen“, kündigt Göbke am Dienstag an. Offenbar fließt deutlich mehr Geld in die Stadtkasse als erwartet. „Der Kämmerer konnte sie gar nicht mehr schlecht reden, so gut ist die Einnahmesituation“, sagt Bürgermeister Jens-Peter Golde, ohne Zahlen zu nennen. Auch Willi Göbke gibt sich bedeckt. Klar ist nur: Neuruppin hat schon jetzt mehr Gewerbesteuer erhalten als geplant. Göbke: „Und ich gehe davon aus, dass wir auch am Ende über dem Plan liegen werden.“ Der Tiefbaubereich erhält zusätzlich 257 000 Euro, so Rathaussprecherin Michaela Ott.

Geplant ist in diesem Jahr, die Fehrbelliner Straße zwischen ­Trenckmann- und Käthe-Kollwitz-Straße zu erneuern. Das kann aber erst geschehen, wenn das Land mit dem Umbau des Kreisels an der B 167 fertig ist, also frühestens im August. Die Abschnitte vom Fontaneplatz bis zur Trenckmannstraße und von der Kollwitzstraße bis zum Kreisel folgen später.

Auch die Sanierung des Certaldorings wird in Abschnitten erfolgen. Zunächst soll die Fahrbahn im Bereich des Tunnels saniert werden – frühestens ab August. Danach folgt die Fahrbahndecke zwischen B 167 und Tunnel sowie zwischen Tunnel und Mesche; dort wird nicht vor Oktober gebaut, hieß es am Dienstag.

Von Reyk Grunow

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