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Stadt weist Kritik des Architekten zurück

Rheinsberg Stadt weist Kritik des Architekten zurück

Die Stadt Rheinsberg weist die Kritik des Rathaus-Architekten zurück. Weder habe sie die Sicherungsmaßnahmen vernachlässig noch könne von Funkstille die Rede sein. Fest steht aber, dass es auf der Baustelle im Moment kaum vorwärts geht.

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Noch vor einigen Monaten hieß es, das neue Rathaus werde Ende 2017 fertig. Nach einigen Verschiebungen des Termins weiß das Rathaus im Moment gar nicht, wann das Haus fertig sein wird.

Quelle: Celina Aniol

Rheinsberg. Der Zwist um die Arbeiten am künftigen Rheinsberger Rathaus geht weiter. Eine Liste mit Maßnahmen zur Sicherung der Baustelle, die der Architekt Peter Köster der Stadt vor dem Abbruch der Arbeiten übergeben haben will, kenne er nicht, sagt der Rheinsberger Stadtentwicklungsreferent Thomas Lilienthal. „Wenn er sie uns gegeben hätte, dann hätten wir sie ganz sicher abgearbeitet.“ Stattdessen habe die Verwaltung gleich nach dem Baustopp auf eigene Faust einen Mitarbeiter losgeschickt, um den 7,7-Millionen-Euro-Bau vor Schäden während der Arbeitspause zu sichern. Köster kritisiert, die Stadt habe seine Hinweise zur Sicherung ignoriert.

Auch den Vorwurf der Funkstille wehrt der Referent ab. Mit dem Architekturbüro sei nach einem persönlichen Gespräch ein weiterer Termin ausgemacht worden, der Ende vergangener Woche stattfinden sollte. Weil die Stadt just zum selben Zeitpunkt mit dem eigenen Anwalt in Berlin erstmals über das Pro­blem sprechen konnte, habe sie das Treffen mit Köster abgesagt, so Lilienthal. „Es war mit ihm vereinbart, dass wir uns bei dem Thema juristisch auf den Stand bringen lassen – das konnten wir genau da tun.“ Mittlerweile habe der Rechtsbeistand der Stadt eine Stellungnahme an den Architekten-Anwalt geschickt. „Wir warten jetzt auf eine Reaktion von Herrn Köster.“ Lilienthal geht davon aus, dass sich die Anwälte bald treffen werden.

Der Architekt hat unter anderem wegen ausbleibender Honorarzahlungen am 25. Oktober die Betreuung des Baus eingestellt. Die Arbeiten gehen nur auf Sparflamme weiter. Ob der bereits auf Juni 2018 verschobene Endtermin für die Arbeiten gehalten wird, sei noch unklar, sagt Lilienthal. Eine Verzögerung bis Ende 2018 wäre aus seiner Sicht kein Drama: Schließlich sei der Fertigstellungstermin ursprünglich genau für diesen Zeitpunkt vorgesehen gewesen. ca

Von Celina Aniol

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