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Stadt will Regenentwässerung in Griff kriegen

Rheinsberg Stadt will Regenentwässerung in Griff kriegen

Nach heftigen Regenfällen, regnet es in Rheinsberg oft Kritik wegen vollgelaufener Keller oder großen Pfützen auf den Straßen. Das könnte sich bald ändern. Denn die Kommune will künftig Jahr für Jahr etwa 70 000 Euro in die regelmäßige Pflege von Regenentwässerungsanlagen stecken.

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Rheinsberg will dafür sorgen, dass das Wasser nach einem Regenguss in der Kernstadt und in den Ortsteilen gut abfließen kann.

Quelle: Celina Aniol

Rheinsberg. Manchmal ist es sparsamer, Geld auszugeben, als es in der Kasse zu bunkern. Diese Meinung, die leichtfertig geäußert als verschwenderisch abgestempelt werden könnte, vertritt dabei kein Lebemann, sondern ein ausgewiesener Experte der Geldwirtschaft: der Rheinsberger Kämmerer An­dreas Neubert. „Es ist meistens eben günstiger, etwas gleich auszubessern, was noch funktioniert, als etwas neu zu bauen, was völlig kaputt ist“, erklärt er seine Strategie. Deshalb plädiert er dafür, dass die Kommune jährlich auch bei der Pflege von Regenentwässerungsanlagen eine feste Summe ausgibt, anstatt in dem Bereich auf den absoluten Notfall zu warten, um dann in Panik ein Sonderprogramm für den Patienten aufzulegen.

70 000 Euro pro Jahr will Rheinsberg für Pflege der Anlagen ausgeben

Etwa 70 000 Euro pro Jahr seien notwendig, um auf Dauer einen spürbaren Vorteil für die Stadtkasse zu erzielen, glaubt Andreas Neubert. Er kann es sich gut vorstellen, dass die Stadt mit einer Firma einen Rahmenvertrag über diese Summe abschließt, die dann Wünsche aus allen Ortsteilen, in denen es oft Kritik an der Regenentwässerung gibt, das ganze Jahr über abarbeitet. „Sie kann dann auch direkt aktiv werden, wenn etwas kaputt ist und bevor der Schaden größer wird.“ Diesen Weg hat die Kommune bereits bei der Straßenunterhaltung eingeschlagen – und damit gute Erfahrungen gemacht. In diesem Bereich hat die Stadt sukzessive die Summen für Routine-Instandsetzung hochgeschraubt. Gab sie 2012 rund 35 000 Euro aus, waren es 2013 schon 70 000. In den Folgejahren sogar rund 170 000 Euro. 2016 ist es zwar etwas weniger, denn die Lokalpolitiker entschieden, von der Summe etwas für Bauplanungen an Straßen abzuknapsen. Auf lange Sicht will Neubert aber sogar erreichen, dass die Stadt deutlich mehr Geld für die Straßenunterhaltung vorsieht. „Um nicht auf Verschleiß zu fahren, müsste Rheinsberg dafür jährlich etwa 300 000 Euro ausgeben.“

Stadt will Reinigungsgebühren für Straßenunterhaltung einsetzen

Dass das noch nicht in diesem Jahr geklappt hat, liegt unter anderem daran, dass die Stadtverordneten die neue Straßenreinigungssatzung abgelehnt haben. Über diese sollten bis zu 80 000 Euro in die Stadtkasse kommen. Der Gedanke: Da die Anlieger für das Sauberhalten der Wege vor ihren Häusern, das bisher die Kommune finanzierte, künftig Gebühren bezahlen sollen, bleibt mehr Geld im Sparstrumpf der Kommune – und genau das soll in die Straßenunterhaltung fließen. Um zumindest 2017 auf diese Mittel zugreifen zu können, will Neubert unbedingt vor Jahresende die Zustimmung der Stadtvertreter zu der Satzung. Diese wird es allerdings erst geben, wenn die Verwaltung für jedes einzelne Grundstück in allen Ortsteilen eine Gebührenkalkulation vorlegt. Das sei bei etwa 6000 Anliegern eine Sisyphosarbeit, die seine Mitarbeiter dennoch zu stemmen versuchen.

Von Celina Aniol

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